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Reisen nach Großbritannien: Was der Brexit für Touristen bedeutet

Nach dem Brexit werden EU-Bürger, die nach London fliegen, die Europäische Union verlassen. Auf welche Veränderungen müssen sich Touristen einstellen? Die wichtigsten Fragen und Antworten für den Urlaub auf der Insel.

Touristen in London: Nach dem Brexit warten Änderungen - wie drastisch sie ausfallen, ist noch unklar.

Touristen in London: Nach dem Brexit warten Änderungen - wie drastisch sie ausfallen, ist noch unklar.

Es ist also tatsächlich passiert. Die Briten haben für ein Ausscheiden aus der EU gestimmt, der Brexit wird kommen - und wer dann nach Großbritannien reist, verlässt die Europäische Union. Was heißt das für Touristen? Die wichtigsten Fragen und Antworten.

Wird der Großbritannien-Urlaub jetzt teurer?

Im Gegenteil: Er wird wohl eher günstiger. Kaum war der Ausgang des Referendums bekannt, fiel die britische Währung auf ein 31-Jahres-Tief. Das Pfund Sterling erreichte den niedrigsten Stand seit 1985, Experten vermuten einen dauerhaften Wertverlust. Für Reisende könnten die Trips nach Großbritannien nun also preiswerter werden, umgekehrt würde für die Briten das Reisen in beliebte Urlaubsländer wie Portugal oder Spanien teurer - und das träfe wiederum deren Tourismus-Branche hart.

Was passiert mit den Roaming-Gebühren?

In EU-Ländern sollen ab 2017 Aufschläge für Gespräche entfallen, man surft und telefoniert dann auf Reisen zu den gleichen Konditionen wie zuhause. Für Großbritannien müssten Mobilfunkanbieter nach dem Brexit diese Regelung nicht mehr umsetzen. Sie könnten die Tarife aber dennoch günstig halten, um attraktiv für die Kunden zu bleiben.

Wird für EU-Bürger ein Visum notwendig?

Grenzkontrollen gibt es in Großbritannien ohnehin schon, da es nicht zum Schengen-Raum gehört. Wer die Insel besucht, muss also bereits jetzt seinen Personalausweis oder Reisepass vorzeigen. Strenge Einreisebestimmungen für Touristen sind auch in Zukunft eher nicht zu erwarten. Ob ein Personalausweis für die Einreise reichen wird oder Urlauber einen Reisepass oder Visum bräuchten, ist zwar noch nicht klar. Eine Visumspflicht ist aber eher unwahrscheinlich - sie würde hohen Bürokratieaufwand bedeuten und könnte Touristen abschrecken. Andere europäische Nicht-EU-Länder haben eigene Regelungen getroffen. In der Schweiz etwa darf man sich 90 Tage ohne Visum aufhalten.

Ändern sich die Fluggastrechte?

Reisende, die mit dem Flugzeug innerhalb, aus der oder in die EU reisen, bekommen laut EU-Linien bei Verspätung oder Annullierung eine Entschädigung zugesprochen. Was nun daraus wird, ist noch nicht bekannt. Gut möglich, dass Großbritannien weiter daran festhält oder ein entsprechendes Abkommen mit der EU schließt, um die eigenen Bürger und Airlines nicht zu benachteiligen. Andere Nicht-EU-Mitglieder wie Island oder Norwegen etwa sichern Urlaubern die gleichen Rechte wie die Staatengemeinschaft.

car
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