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Touristensteuer: Eintrittsgeld für Venedig: Tagestouristen werden künftig zur Kasse gebeten

Das "Eintrittsgeld" für Tagestouristen in Venedig kommt. Der Kommunalrat gab mehrheitlich grünes Licht für die Pläne der Stadtverwaltung. Besucher müssen mit einer stufenweisen Erhöhung rechnen.

Das Panorama von Venedig: Blick vom Hotel Danieli am Markusplatz auf die Promenade Riva degli Schiavoni

Das Panorama von Venedig: Blick vom Hotel Danieli am Markusplatz auf die Promenade Riva degli Schiavoni

DPA

Nun ist es amtlich und soll noch vor der Hauptsaison in diesem Jahr eingeführt werden: das "Eintrittsgeld" für Tagestouristen in Venedig. Der Kommunalrat hat am Dienstag die Pläne der Stadtverwaltung für eine Touristensteuer verabschiedet.

2019 soll der Preis zunächst pro Person drei Euro pro Tag betragen. Ab kommendem Jahr soll der Betrag auf sechs Euro steigen und kann je nach Touristen-Ansturm bis auf zehn Euro angehoben werden. Besucher, die in Herbergen in der Stadt unterkommen, sind von der Zahlung befreit. Hotelgäste müssen schon jetzt eine Ortstaxe bezahlen. Wann genau die neue Regelung greift, wurde zunächst nicht bekannt. Nach früheren Angaben könnte es aber im Mai so weit sein.

Das Geld soll nach Angaben von Bürgermeister Luigi Brugnaro vor allem in die Instandhaltung und Reinigung der historischen Stadt fließen. Venedig kämpft seit Jahren gegen den Touristenansturm und versucht immer wieder mit verschiedenen Strategien, die Massen in Schach zu halten.

Bis zu 30 Millionen Besucher muss die Lagunenstadt pro Jahr verkraften. Dabei leben inzwischen nur noch 50.000 Menschen in Venedig. Außerdem sind die Besucherzahlen innerhalb von zehn Jahren um rund 25 Prozent gestiegen. Besonders die Tagesbesucher und Kreuzfahrttouristen sind den Einheimischen ein Dorn im Auge: Sie lassen kaum Geld in der Stadt.

Im Zuge der Diskussion über Overtourism, dem Touristenansturm im Übermaß, wurde bereits über Zugangsbeschränkungen zu Plätzen und über eine Quotierung der Besucherzahlen gesprochen.

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tib/DPA
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