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Flugangst besiegen: So fliegen Sie entspannter

Explodierende Triebwerke, Feuer in der Kabine - Meldungen wie diese hinterlassen ein mulmiges Gefühl. Ohnehin betritt jeder Zweite ein Flugzeug mit Unbehagen. Was tun, wenn der Start in den Urlaub oder die Geschäftsreise Panik verursachen? Acht Tipps gegen die Flugangst.

Das Handgepäck ist verstaut, der Sitzplatz eingenommen und die Rückenlehne senkrecht gestellt. Plötzlich ist das mulmige Gefühl da: Der ganze Körper ist angespannt, die Atmung geht schnell, der Puls steigt, die Hände sind feucht. Man möchte fliehen. Doch es gibt kein Entkommen. Man ist eingesperrt in einer Konstruktion aus Leichtmetall, Kunststoff und Elektronik, die einen gleich in 10.000 Meter Höhe befördern wird.

Das Überwinden der Flugangst

Jeder Zweite hat kein gutes Gefühl, wenn er ein Flugzeug besteigt, bei jedem Fünften äußert sich die Angst auch in seinem Verhalten. Auf den vorderen Plätzen der Ursachen für Flugangst geben Betroffene die Angst vor dem Ausgeliefertsein an: Nicht mehr sie selbst haben die Kontrolle, sondern sie müssen dem Flugkapitän und der Technik vertrauen. Das fällt vielen Passagieren schwer. Dabei ist das Fliegen weltweit die sicherste Fortbewegungsart überhaupt.

Gerade für Vielflieger ist die Flugangst ein großes Problem. Betroffene sprechen allerdings nur ungern darüber, obwohl sie nicht alleine damit sind. Es gibt zahlreiche Ratgeber und professionelle Hilfe in Zentren, die individuelle Behandlungsstrategien bieten. Das ist aber nicht für jeden notwendig. Hier einige Strategien Flugangst in den Griff zu bekommen.

Acht Tipps gegen die Angst:

Sich vorbereiten:

Machen Sie schon Tage vor dem Abflug Entspannungs- und Atemübungen, treiben Sie Sport, schauen sie keine Actionfilme und verzichten Sie am Abend vorher auf fettiges Essen.

Stress vermeiden:

Fahren sie frühzeitig zum Flughafen und lassen Sie sich am besten von Freunden bringen.

Enthaltsam sein:

Verzichten Sie am Tag des Fluges auf Nikotin, Koffein und Alkohol. Stress vorab vermeiden

Es sich bequem machen:

Gurt nicht zu eng schnallen, bequeme Kleidung tragen, aufrecht und entspannt hinsetzen.

Tief durchatmen:

Atemübungen helfen Ihnen zu entspannen.

Sich bewegen:

Machen Sie Dehnübungen im Sitz oder stehen Sie, gerade auf längeren Flügen, zwischendurch auf und spazieren im Gang.

Sich ablenken:

Musik hören, mit dem Sitznachbarn unterhalten oder ein Buch lesen, lenkt von unangenehmen Gefühle ab. Wer jedoch zu aufgeregt ist und sich kaum konzentrieren kann, sollte sich seine Ängste bewusst machen und diese visualisieren. Ein Gespräch mit einer Flugbegleiterin kann dabei auch helfen.

Ängste aufschreiben:

Um die eigenen Sorgen zu verstehen, hilft es häufig sie niederzuschreiben, denn Angst entsteht aus Unsicherheit und Unkenntnis. Es hilft bereits vor dem Flug, sich zum Beispiel mit technischen Details eines Flugzeugs oder mit Rettungsmaßnahmen zu befassen, so verfliegen viele Ängste noch vor dem Betreten der Maschine.

tib/kat
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