Umstrittener Airbus-Entwurf Im Fahrradsattel über die Wolken


Airbus hat ein Patent für einen platzsparenden Flugzeugsitz angemeldet. Auf viel Gegenliebe stößt dieser allerdings nicht – denn Komfort geht anders.

Schon heute ist es mitunter recht eng im Flugzeug. Der Abstand zum Vordermann ist nicht gerade üppig und um die Armlehnen streitet sich der Passagier mit dem Nebenmann. Wenn tatsächlich kommt, was Airbus beim Europäischen Patentamt als Patent angemeldet hat, dürften das allerdings Luxusprobleme sein.

In dem Entwurf sind die üblichen Flugzeugsitze gegen Sitze ausgetauscht, die Fahrradsatteln ähneln. Um bei sinkenden Ticketpreisen profitabel zu bleiben, würden Billigflieger sich bemühen, die Anzahl der Gäste zu erhöhen, die in ein Flugzeug passen, heißt es in dem Antrag. Mehr Passagiere heißt folglich mehr Sitze, die in dem Flieger untergebracht werden müssen – und weniger Platz für die Fluggäste.

Bei den neu designten Sitzen sind die Armlehnen hochklappbar, die Sitzschalen lassen sich nach unten einklappen, wenn sie nicht genutzt werden. Die Passagiere sind wie Hühner an der Stange aufgereiht. Ist das die Zukunft des Fliegens?

Eine Airbus-Sprecherin beruhigt: "Viele, wenn nicht sogar die meisten dieser Entwürfe, werden nie umgesetzt", sagte sie der "L.A. Times". "Aber für den Fall, dass in der Zukunft eines unserer Patente wichtig wird, ist unsere Arbeit geschützt."


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