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Confed-Cup-Stadien: Eröffnungsspiel im Wald

Eine zweite "Wasserschlacht" wie beim legendären WM-Halbfinale 1974 zwischen Deutschland und Polen wird es am 15. Juni nicht geben. Die Commerzbank-Arena verfügt über ein verschließbares Dach.

Für das Eröffnungsspiel des Confederations Cup, Deutschland gegen Australien, am 15. Juni wurde eines der schönsten WM-Stadien ausgesucht. Die neue Commerzbank-Arena ist ein reines Fußballstadion, hat Platz für 52.000 Zuschauer (davon 8.000 Stehplätze), 22 Kioske auf 2 Ebenen, 1.800 Stellplätze in der Tiefgarage und 80 VIP-Logen auf 2 Ebenen mit 960 VIP-Sitzen. Währen Großveranstaltungen und Konzerten finden sogar bis zu 64.000 Zuschauer Platz.

Das Größte Cabriot der Welt

Die "Regenschlacht" der deutschen Nationalelf im Frankfurter Waldstadion bei der WM 1974 ist legendär: Weil der Rasen nach starkem Regen überflutet war und das Spielfeld keine Drainage hatte, konnte das Halbfinale nur mit großer Verspätung angepfiffen werden. 1:0 schlug die Bundesrepublik schließlich Polen und zog ins Finale gegen die Niederlande ein. Ein "Wasserballspiel" wie 1974 wird es beim Confederations Cup nicht mehr geben: Dafür sorgen soll das "größte Cabriolet der Welt".

In 20 Minuten vollständig geschlossen

Das Stadion hat bei seinem Umbau ein Faltdach erhalten, das bei schlechtem Wetter und anderen Nutzungen der Multifunktions-Arena das Spielfeld überdecken wird. Die Bezeichnungen Cabrio oder auch Regenschirm betreffen die Funktionsweise des Innendaches. Von der Mitte heraus, aus einem rund zehn mal zehn Meter großen Videowürfel über dem Anstoßkreis, wird das Dach herausgefahren. In nur rund 20 Minuten soll das Stadion vollständig geschlossen sein. Auf dem Videowürfel können sich die Stadionbesucher Aufzeichnungen der spannendsten Spielmomente ansehen.

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