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Norwegen Fußballer bekommt für homophobe Äußerung Rote Karte


Der norwegische Fußball zeigt Schwulenfeindlichkeit nicht nur im übertragenen Sinn die Rote Karte. Das musste ein Zweitliga-Fußballer erfahren, der einen Gegenspieler einen "Scheiß Schwulen" nannte.

Scheiß Schwuler" dürfte auf vielen Fußballplätzen Deutschlands leider immer noch eine recht alltägliche Beschimpfung sein. Norwegen ist da schon weiter: Dort hat genau dieser Ausruf einem Zweitliga-Fußballer einen Platzverweis eingebracht, berichtet queer.de, eine Nachrichtenseite für Lesben und Schwule. Der Internetseite zufolge gibt es seit dieser Saison im norwegischen Fußball die Regel, dass für homophobe Beschimpfungen Schiedsrichter die Rote Karte zeigen sollen.

Der erste, der das nun zu spüren bekam, war wohl Simen Juklerød vom Zweitligaverein Bærum SK. Juklerød stand laut queer.de kurz vor der Ausführung eines Freistoßes für seine Mannschaft im gegnerischen Strafraum, als der Schiedsrichter auf ihn zurannte und ihm Rot zeigte. Noch am Abend gab Juklerød zu, etwas Schwulenfeindliches gesagt zu haben. Er bestritt allerdings, "Scheiß" verwendet zu haben. Queer.de berichtet unter Berufung auf das "Stavanger Aftenbladet", das Sportgericht entscheide, ob und für wie lange Juklerød gesperrt wird. Außerdem will sein Klub interne Ermittlungen gegen den Spieler einleiten.

Sollte das norwegische Modell Schule machen, dürfte es auf deutschen Amateurplätzen bald Rote Karten hageln.

tkr

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