Mitgliedschaft So finden Sie den richtigen Golfclub

Der Golfclub, in dem man Mitglied ist, führt auch das Handicap
Der Golfclub, in dem man Mitglied ist, führt auch das Handicap
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Liegt der Golfclub in der Nähe, lassen sich auch nach Feierabend entspannt noch ein paar Löcher spielen.
Von Michael Specht

Lange Anfahrtswege nerven auf Dauer, kosten Zeit und Sprit. Ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Clubs ist neben seiner Lage natürlich auch das Geld. Wie hoch ist die Aufnahmegebühr? Wie hoch die sogenannte Einlage? Wie hoch der jährliche Beitrag? Gibt es Jahres- oder sogar günstige Monatsmitgliedschaften? Manche Clubs verlangen eine Spende. Handelt es sich um einen traditionellen Golfclub oder um eine Betreibergesellschaft? All dies sollte man sorgfältig abwägen. Als grober Richtwert lässt sich sagen: Die Aufnahmegebühr liegt für Erwachsene im Durchschnitt bei etwa 3000 Euro, der Jahresbeitrag bei 1200 Euro. Kinder, Schüler und Studenten (bis 27 Jahre) erhalten fast immer Ermäßigungen.

Recht günstig ist ein Start ins Golferleben über den VcG, den Verein clubfreier Golfer. Hier kostet die Mitgliedschaft nur 195 Euro im Jahr. Der VcG übernimmt die Verwaltung des Handicaps und stellt eine DGV-Mitgliedskarte aus, mit der man gegen Zahlung des jeweiligen Greenfees auf nahezu allen deutschen Golfplätzen spielen darf. Manchmal allerdings mit Einschränkung (nur unter der Woche).

Verschiedene Golfclubs bieten auch Fernmitgliedschaften an. Da der Club weiß, dass Sie hier aufgrund der großen Distanz nur sehr selten oder gar nicht spielen, ist der Jahresbeitrag meist sehr günstig (ca. 200 Euro).

Das Handicap

Kluge Menschen haben sich beim Golf ein Handicap (HCP) ausgedacht, damit gute und weniger gute Amateurspieler zusammen auf die Runde gehen können. Das Handicap gibt die Spielstärke des Spielers an. Je niedriger die Zahl, desto besser ist der Spieler. Beispiel: Bei einem Platzstandard von Par 72 darf ein Spieler mit einem Handicap 18 genau 18 Schläge mehr, also 90 machen, um sein Handicap zu bestätigen. Anfänger starten nach der Platzreife mit einer Clubvorgabe von 54. Das bedeutet, dass der Spieler an jedem der 18 Löcher durchschnittlich 3 Schläge mehr machen darf als das Loch es vorgibt. Das offizielle Handicap beginnt bei 36. In diesem Fall sind es zwei Schläge pro Loch, die man zusätzlich spielen darf. Spieler mit dem Handicap Null müssen in der Lage sein, die Runde mit 72 Schlägen zu beenden. Das Handicap wird vom Heimatclub geführt. Es wird auf eine Kommastelle genau angegeben. Zum Beispiel 18,4 oder 9,6. Spielt ein Spieler in einem Turnier eine bestimmte Anzahl an Schlägen über seiner Vorgabe, so verschlechtert er sein Handicap. Umgekehrt verbessert er es, wenn er weniger Schläge benötigt als er darf.

Der Club, in dem man Mitglied ist, führt das Handicap. Jeder in Deutschland angeschlossene DGV-Club kann über ein Computer-Programm das Handicap eines jeden ordentlichen Mitglieds einsehen. Verbessern kann sich der Spieler nur, wenn er in einem Turnier weniger Schläge spielt als er gemäß seiner Vorgabe darf (unterspielen). Um welchen Betrag man sein Handicap verbessert, hängt von der Höhe des Handicaps und von der Anzahl der unterspielten Schläge ab. Leichter zu rechnen geht es, wenn man schlechter als seine Vorgabe spielt. Hier kann man sich maximal nur um eine Kommastelle (0,1 Zähler) verschlechtern.


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