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Golfreisen: Paradiese für Golfer

Im Herbst kommt die Frage auf: War es das etwa schon wieder für dieses Jahr mit Golfen? Dann beginnt die Zeit für der Golfreisen.

Wenn in Deutschland das Wetter trüb wird: Golftasche schnappen und ab in die Welt

Wenn in Deutschland das Wetter trüb wird: Golftasche schnappen und ab in die Welt

Golfreisen innerhalb Europas

Oktober bis Dezember sind geeignete Monate, einmal den golferischen Horizont im südlichen Europa zu erweitern. Spanien und Portugal gelten dabei als Favoriten. In der Umgebung von Malaga an der Costa del Sol ist das Land gesprenkelt mit Golfplätzen und Golf-Resorts. Darunter befindet sich auch einer der weltbesten: Valderrama. Portugal bietet als "Golfers Paradise" die Algarve. Aber auch ein Stück weiter nördlich, in der Gegend um Lissabon, sind eine Reihe neuer Golfplätze entstanden. Zudem bietet die Hauptstadt mit ihrem historischen Kern gute Möglichkeit für einen touristischen Abstecher, was vor allem jene nutzen, die nicht die ganze Woche ausschließlich in einem Golf-Resort verbringen wollen. Weietere Infos finden Sie in einem Reise-Special von GEO.de.

Als weitere anspruchsvolle Golf-Destination hat sich die Türkei, genauer, die

türkische Riviera

entwickelt. Angeflogen wird Antalya, gespielt wird in

Belek

(zirka 45 Autominuten entfernt). Hotels wie Kempinski oder Clubs wie Robinson bieten hier vollen Service und mehr als zehn, zum Teil fantastische Plätze lassen eine Pauschalwoche wie im Fluge vergehen. Natürlich können Spanien, Portugal und Belek auch im Frühjahr zur Saisonvorbereitung bereist werden. Die Chancen auf windiges und regnerisches Wetter liegen jedoch höher als im Herbst.

Golfreisen nach Südafrika

In den vergangenen 15 Jahren hat sich das Land am Kap der Guten Hoffnung zu einem wahren Paradies für Golfer entwickelt. Während bei uns im Winter die Golftasche zwangsläufig in der Ecke steht, herrscht in Südafrika Hochsaison. Zudem locken ein mildes Klima, herrliche Landschaften, sehr gute Restaurants, edle Weine und ein freundlicher Wechselkurs Millionen Touristen an. Mittlerweile jedoch hat Südafrika ein wenig von seiner Faszination verloren. Besonders, was das Golfspielen angeht. Viele Plätze sind hoffnungslos überbucht, Startzeiten sind nur weit im voraus zu bekommen. Am schlimmsten ist die Situation von Mitte Dezember bis Ende Januar, wenn in Südafrika Sommerferien sind.

Zudem haben die Clubs erkannt, wie leicht sich mit Golftouristen Geld verdienen lässt. So genannte "Overseas Members" zahlen meist das doppelte Greenfee wie die Einheimischen. Spielte man vor zehn Jahren noch für zehn bis 20 Euro ein entspannte Runde Golf, so sind es heute zwischen 60 und 130 Euro. Dennoch, ein Besuch in Kapregion lohnt allemal. In

Kapstadt und Umgebung

stehen über 25 Plätze zur Auswahl, ein weiteres Dutzend befindet sich an der berühmten

Garden Route

. Wer in die Spieler-Hochburg

Sun City

fliegt, kann dort zwei exklusive Plätze, den

Lost City

und den

Gary Player Course

spielen. Als kleiner Geheimtipp gilt

Johannesburg

. Da hier - nicht zuletzt wegen der Kriminalität - der Tourismus weniger ausgeprägt ist als in Kapstadt, bleiben auch die Golfclubs mehr unter sich. Positiver Nebeneffekt: Tee-Times sind leichter zu bekommen, das Greenfee kostet die Hälfte und die Plätze können mit den Kapstädter Fairways bestens mithalten. Ausführliche Informationen finden Sie auf der Website des Deutschen Zentralverbunds Golf-Reisen.

Golfreisen in die USA

Egal, wo man in Amerika landet, schon beim Anflug schaut man meist auf zahlreiche Golfplätze hinunter. Die USA sind ein Golfer-Eldorado. Ein äußerst beliebtes Ziel ist Florida, wo allein weit über 1000 Plätze existieren. Mit anderen Worten: Sie könnten mehr als drei Jahre lang jeden Tag einen anderen Platz spielen. Wenn bei uns Winter ist, kann man im Sunshine State seine besten Runden absolvieren. Die Greenfees beginnen teils bei 30, gehen selten über 100 Dollar, je nach Platz oder Ressort. Exklusiver und entsprechend teurer ist Arizona. Der Wüstenstaat garantiert von Oktober bis April optimale klimatische Bedingungen und bietet Golfplätze von solcher Schönheit, dass einem der Mund offen stehen bleibt.

Wer gerne in unserem Sommer in den USA Golf spielen möchte, sollte nach

Neu-England

oder

Kalifornien

reisen. Grundsätzlich gilt, dass in Amerika sehr selten zu Fuß gegangen wird - auch auf dem Golfplatz. So gut wie immer spielen Sie daher Ihre Runden von einem Cart aus. Das ist anfangs gewöhnungsbedürftig, nach ein paar Tagen aber sehr entspannend. Selbst 36 Löcher lassen sich so bequem an einem Tag schaffen. Inspirierende Ziele finden Sie auf der Website von Friendly Golftours.

Golfreisen nach Schottland

Schottland ist weltweit das Land mit den meisten Golfplätzen - zumindest wenn man deren Anzahl auf die Einwohner bezieht. Unter den insgesamt 49 klassischen Plätzen sind viele berühmt. Dazu zählt natürlich die Nummer eins, der Old Course von St. Andrews. Aber auch Muirfield, Royal Troon, Carnoustie, Gleneagles und Turnberry sind schottische Highlights. Immer wieder eine Herausforderung stellen die typischen Links-Kurse dar, die sich mit ihren Dünen- und Graslandschaften am Meer entlang ziehen. Schottland hat ein raues Klima.

Um sich nicht ganz den Elementen auszusetzen, ist es sinnvoll, für den Golfurlaub die Sommermonate zu wählen. Eine langfristige Planung und sehr frühe Buchungen sind dafür aber nötig. Als urige Übernachtungen bieten sich kleine, ursprünglicher Landgasthäuser oder historische Schlösser an, in denen man bei einem Glas Whisky seinen Golfertag stilvoll ausklingen lassen kann.

Von Michael Specht

Wissenscommunity