HOME

NBA: "Mailman" geht in Rente

Karl Malone lieferte seine Punkte so zuverlässig ab, wie ein Postbote seine Briefe. Jetzt stellt der "Mailman" nach 19 Jahren seinen Dienst ein. Malones größter Traum wird damit für immer unerfüllt bleiben.

Einen wehmütigen Abschied von seiner 19-jährigen Karriere in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA nahm der 41-jährige Basketball-Superstar Karl Malone - ohne noch einmal mit den Utah Jazz gespielt zu haben. "Mailman" Malone erreichte mit 36.928 Punkten in 1476 Ligaspielen Platz zwei in der ewigen NBA-Bestenliste hinter Kareem Abdul-Jabbar (38.387). Eine langwierige Verletzung hatte Malone in der vergangenen Saison weit zurückgeworfen. "Es ist Zeit zu gehen", meinte der Spieler, der 14 Mal in das All-Star-Team der NBA gewählt worden war.

Karriereende ohne NBA-Titel

Zwei Mal verlor Malone 1997 und 1998 im NBA-Finale gegen den legendären Michael Jordan und die Chicago Bulls an der Seite seines großen Jazz-Kollegen John Stockton. Aber zu einem Meistertitel in der NBA hat es nie gelangt. Dafür gewann er aber zwei Goldmedaillen mit dem "Dream Team" der USA bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona und 1996 in Seoul.

Während der eine Superstar die Bühne NBA verlässt, setzt ein der deutsche Ausnahmespieler Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks seinen Höhenflug in der NBA fort. Mit 31 Punkten und 11 Rebounds war der 2,13 m große deutsche Nationalspieler der überragende Spieler beim 95:92 gegen die Seattle SuperSonics. Die "Mavs" verteidigten nach dem 33. Saisonsieg Platz zwei in der Southwest-Division der Western Conference und konnten den Abstand auf Spitzenreiter San Antonio Spurs verkürzen.

Die Spurs (40 Siege) leisteten sich eine 92:96-Niederlage bei den Miami Heat, die den sechsten Sieg in Serie feierten und zum ersten Mal wieder nach gut drei Jahren gegen den Angstgegner aus San Antonio gewinnen konnten. Shaquille O’Neal war mit 27 Punkten neben Dwyane Wayne (28), dem allein 13 Punkte im letzten Viertel gelangen, der beste Werfer der Heat. Miami führt in der Southeast Division der Eastern Conference souverän mit 39 Siegen nach 53 Saisonmatches.

Nowitzki übertraf mit 31 Punkten erneut die 30er-Marke und behielt Rang drei in der Saison-Scorerliste der NBA. Die entscheidenden Punkte aber im 49. Saisonspiel der Texaner gelangen Jason Terry in der dramatischen Schlussphase, als Dallas einen 11-Punkte-Rückstand noch zum 95:92-Sieg ummünzte. 8,7 Sekunden vor dem Abpfiff legte Terry den Ball ins Netz der Seattle Sonics. Das Kunststück war ihm auch schon am vergangenen Freitag zum 115:113 gegen Sacramento gelungen.

DPA / DPA

Wissenscommunity