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Arbeit des Quality Board Factchecking bis ins Detail – So werden die Artikel und die Arbeitsmaterialien im Kinakoni-Projekt verifiziert

Michael Lehmann
Mit gezücktem Rotstift: Michael Lehmann-Morgenthal, Verifikateur im Quality Board des stern, an seinem Schreibtisch
© Privat
Kann man sich darauf verlassen, dass die Fakten in den Artikeln zum Projekt Kinakoni stimmen? Kann man – dafür sorgen die Expertinnen und Experten des Quality Boards des stern. Wie das funktioniert, und worauf die Kolleginnen und Kollegen bei diesem Projekt besonders geachtet haben, das erfahren Sie hier.

Die Texte und die Arbeitsmaterialien über das Projektdorf Kinakoni in Kenia haben eine besondere Qualitätskontrolle in der Redaktion durchlaufen. Dafür ist das sogenannte Quality Board zuständig. Dort arbeiten Expertinnen und Experten aus vielen verschiedenen Fachbereichen zusammen, seien es Naturwissenschaftlerinnen oder Historiker oder Islamwissenschaftler.

Diese Verifikateure überprüfen die Fakten in den Artikeln bevor sie gedruckt, gestreamt oder im TV gesendet werden. Nur wenige Medienhäuser in Deutschland leisten sich diese zusätzlichen Kontrollen vor der Veröffentlichung.

Ist die Quelle zuverlässig?

Bei der Verifikation des Projekts Kinakoni wurden alle Zahlen und Daten geprüft. Die Fachleute vom Quality Board fragen aber auch: Ist die Quelle für eine Information glaubwürdig und zuverlässig? Stimmt der im Artikel behauptete Zusammenhang? Wird die Chronologie von Ereignissen richtig dargestellt?

Grundlage für diese Checks sind sogenannte "annotierte Fassungen", so werden die Textmanuskripte genannt, in denen die Reporter und Reporterinnen vermerken, auf welchen Quellen ihre Recherchen basieren.

Die Artikel über das Projekt Kinakoni werden im Quality Board von Michael Lehmann-Morgenthal geprüft. Er kennt viele Staaten in Afrika und im Nahen Osten und ist mit der dortigen Wirtschaft, Politik und Kultur gut vertraut. So hat Lehmann-Morgenthal beispielsweise genau geschaut, ob die Daten aus der "Baseline Survey", der Erhebung der Daten des Dorfes, in den Artikeln korrekt wiedergegeben werden. Außerdem machte er sich vorab mit den grundlegenden Methoden der Studie vertraut.

"Haken dran" – wenn alles stimmt

Auch wichtige Details in Reportagen und Portraits wurden von ihm geprüft. So fragte Michael Lehmann-Morgenthal Projektleiter Marc Goergen: "Stimmt es wirklich, dass Jeremiah Mbai der Klassenbeste in Kinakoni ist? Und hat er wirklich mit Abstand die höchste Punktzahl?" Goergen hatte vor Ort ein Foto vom Aushang an der Schule gemacht und konnte es so belegen. Haken dran, heißt das in der Sprache der Faktenchecker.

Leser und Leserinnen, die sich für das Projekt Kinakoni interessieren oder uns dabei unterstützen, können so sicher sein, dass die geschilderten Fakten, Geschichten und Zusammenhänge richtig dargestellt sind – kurzum, dass sie stimmen.

Das Quality Board überprüft neben den Texten und Podcasts, die unter der Marke stern erscheinen, auch Produktionen unter anderem von GEO Epoche, PM History, art und Brigitte.

Faktenchecks des Quality Boards zu aktuellen Themen gibt es hier.


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