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Ausbeutung der Erde Die Corona-Pandemie tut dem Ressourcenverbrauch gut

Ein Beispiel für natürlichen Ressourcenverbrauch ist die Abholzung des Regenwalds im Amazonasgebiet
Ein Beispiel für natürlichen Ressourcenverbrauch ist die Abholzung des Regenwalds im Amazonasgebiet
© Marcelo Sayao / DPA
Der Erdüberlastungstag sagt aus, wann die Menschheit ihre natürlichen Ressourcen für das jeweilige Jahr verbraucht hat. Im Jahr der Corona-Pandemie ist er über zwei Monate nach hinten gerückt - so wie zuletzt im Jahr 2005.

Der Tag, an dem die Menschheit ihr Budget an natürlichen Ressourcen für das Jahr aufgebraucht hat, lag 2020 wieder später im Jahr. Die weltweit heruntergefahrene Wirtschaft und der damit einhergehende geringere Energieverbrauch haben dazu geführt, dass zum Erdüberlastungstag am 22 August noch rund 36 Prozent des Jahres übrig waren - zuletzt trat der Tag 2005 so spät ein. 

Gegenübergestellt werden dabei einerseits die biologische Kapazität der Erde zum Aufbau von Ressourcen sowie zur Aufnahme von Müll und Emissionen und andererseits der ökologische Fußabdruck – der Bedarf an Acker-, Weide- und Bauflächen, die Entnahme von Holz, Fasern oder Fisch, aber auch CO2-Ausstoß und Müllproduktion.

Ausbeutung der Erde: Die Corona-Pandemie tut dem Ressourcenverbrauch gut

Das Datum des Erdüberlastungstags ist laut Global Footprint Network in den letzten 20 Jahren um ganze zwei Monate vorgerückt. Um die Jahrtausendwende fiel das Datum noch auf Ende September. Einigermaßen im Einklang standen Angebot und Nachfrage zuletzt Anfang der 70er. Schuld sind vor allem die westlichen Industrienationen, wie eine weitere Statista-Grafik zeigt. Würden alle Menschen so leben wie in den USA, bräuchten wir fünf Erden. Für den deutschen Lebensstil bräuchte es hochgerechnet drei Erden. 

tis / Statista

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