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AKTIENNEWS: Consors rutschte 2001 in die Verlustzone

Der am Neuen Markt gelistete Discountbroker Consors rutschte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2001 wegen des schwachen Kapitalmarktumfeldes und stark rückläufiger Transaktionszahlen in die Verlustzone.

Der Jahresabschluss weist einen Fehlbetrag von 125,5 Millionen Euro aus, was einem Verlust von 2,64 Euro je Aktie entspricht, so Consors in einer Pflichtveröffentlichung. Im Geschäftsjahr 2000 hatte Consors noch einen Jahresüberschuss von 17,0 Millionen Euro oder 0,38 Euro je Aktie ausgewiesen und eine Dividende von 0,18 Euro gezahlt. Der Online-Broker steht zum Verkauf, seitdem die Muttergesellschaft, die SchmidtBank, Ende 2001 in Schieflage geraten war und von einem Bankenkonsortium aufgefangen werden musste.

Die operativen Erträge verringerten sich auf 179,6 Millionen Euro von 333,7 Millionen Euro. Durch die Umsetzung des im Jahr 2001 eingeleiteten Kostensenkungsprogrammes »Fit for Future« wurden die operativen Aufwendungen vor Abschreibungen auf 243,9 (266,2) Millionen Euro reduziert und entwickelten sich damit deutlich besser als erwartet. Bei Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 38,3 (23,4) Millionen Euro beläuft sich der ausgewiesene operative Verlust nach Steuern und Anteilen Dritter auf 62,8 Millionen Euro nach einem Gewinn von 26,5 Millionen Euro im Vorjahr.

Das Unternehmen wird nach eigenen Angaben am 27. März in Frankfurt seinen Jahresabschluss auf einer Pressekonferenz und einem Analystenmeeting der Öffentlichkeit vorstellen und erläutern.

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