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AKTIENNEWS: Intel hat berechtigte Hoffnung auf Markterholung

Der weltgrößte Computerhersteller Intel hat seinen Umsatz für das zweite Quartal 2001 mittlerweile im unteren Teil der prognostizierten Spanne angesiedelt und damit für Analysten die Hoffnungen auf eine Erholung der Chipindustrie gestärkt.

»Dies gibt einige Erleichterungen ... dies ist eine angenehme Mitteilung«, sagte ein Analyst der Investmentbank Goldman Sachs, Terry Ragsdale. Der Kurs der Intel-Aktie stieg nach Bekanntgabe der Erwartungen Donnerstag Abend im nachbörslichen Handel auf 32,20 Dollar von 31,14 Dollar beim Börsenschluss. Im regulären Börsenhandel hatten Intel bereits 4,4 Prozent zugelegt.

Im April hatte Intel-Finanzchef Andy Bryant für das zweite Quartal 2001 einen Umsatz zwischen 6,2 Milliarden Dollar und 6,8 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt. Im zweiten Quartal 2000 hatte der Umsatz noch 8,3 Milliarden Dollar betragen. Vor der Intel-Mitteilung hatten 23 Analysten in einer Umfrage von Thomson Financial/First Call den Intel-Umsatz im zweiten Quartal im Durchschnitt mit 6,29 Milliarden Dollar und den Intel-Gewinn mit elf Cents je Aktie prognostiziert.

Intel sieht nach eigenen Angaben Stabilität im Mikroprozessor-Geschäft und Schwäche in dem mit Kommunikation verbundenen Geschäft. Intel erwartet nach wie vor ein saisonal stärkeres zweites Halbjahr, weil sich das Geschäft mit Mikroprozessoren im Konzern inzwischen stabilisiert hat. Intel erwirtschaftet rund 80 Prozent seiner Umsätze im Geschäft mit Halbleitern für die Computerindustrie.

Bereits Ende des ersten Quartals gab es wieder einige positive Anzeichen. Im März stellte Intel fest, dass Kunden wieder neue Produkte bestellten. Im ersten Quartal 2001 gab es zwar beim Gewinn vor Kosten für Zukäufe einen Rückgang um 64 Prozent auf 1,1 Milliarden Dollar oder 16 Cents je Aktie - damit wurden aber die Analystenprognose von 15 Cents je Aktie übertroffen. Der Umsatz hatte im ersten Quartal 6,68 Milliarden Dollar betragen.

Bryant bekräftigte, Intel plane in diesem Jahr Kapitalinvestitionen von 7,5 Milliarden Dollar und Ausgaben für Forschung und Entwicklung von 4,2 Milliarden Dollar.

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