ANALYSE Offene Immobilienfonds als Alternative zu Aktien


Eine gute und eine schlechte Nachricht für Anleger: Die steuerfreie Ausschüttung dürfte sich erhöhen, aber dafür könnte auch das Risiko größer werden.

Angesichts der massiven Kursverluste an den Finanzmärkten sind immer mehr Anleger auf der Suche nach Alternativen zu Aktien oder Aktienfonds. Zunehmend gefragt sind derzeit daher Offene Immobilienfonds, die hauptsächlich in gewerbliche Immobilien investieren, wie die Allgemeine Deutsche Direktbank (Diba) berichtet. Ein Investment, dass sich nach Einschätzung der Diba allerdings für die kurzfristige Geldanlage nicht lohnt.

Nur langfristig sinnvoll

Dies gilt den Angaben zufolge jedenfalls dann, wenn der Kunde beim Kauf den vollen Ausgabeaufschlag bezahlt. Langfristig kann die Investition dagegen interessant sein. Die Diba weist darauf hin, dass es seit dem Start des ersten Offenen Immobilienfonds im Jahr 1959 bisher in keinem Kalenderjahr Verluste gegeben habe.

Steuerfreie Ausschüttung höher

Zudem dürfte sich der steuerfreie Anteil der Ausschüttung durch das Anfang Juli in Kraft getretene vierte Finanzmarktförderungsgesetz weiter erhöhen. Denn Offene Immobilienfonds dürfen den Angaben zufolge künftig unbegrenzt außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraumes investieren, bislang war dies nur für 20 Prozent des Vermögens erlaubt. Die Neuregelung sei insofern interessant, als die ausländischen Steuersätze in der Regel niedriger seien als in Deutschland. Die Erträge in Deutschland seien steuerfrei, wenn sie - sofern mit dem jeweiligen Land ein Doppelbesteuerungsabkommen besteht - im Ausland bereits besteuert worden seien.

Vorsicht bei Auslandsrenditen

Allerdings weist die Diba auch darauf hin, dass mit den höheren Renditechancen im Ausland auch höhere Risiken verbunden sein können. So wollten einige Gesellschaften nicht nur verstärkt in US-Immobilien, sondern auch in Schwellenländern wie Korea oder Brasilien investieren. Auf Sicht von sechs oder zwölf Monaten könne es dann angesichts des höheren Risikos durchaus auch einmal zu leichten Verlusten kommen, sagt die Diba voraus.


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