HOME

Ausblick: Deutsche Post bekräftigt Ergebnisprognose für 2003

Klaus Zumwinkel, Vorstandschef der Deutschen Post, hat die Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt und eventuell eine höhere Dividende in Aussicht gestellt.

"Unsere Guidance ist und bleibt, dass wir mindestens 2,9 Milliarden Euro Betriebsergebnis haben werden", sagte Zumwinkel der "Börsen-Zeitung" (Mittwochausgabe). "Jetzt, wo sich das Jahr seinem Ende entgegenneigt, kann ich sagen: Ich habe keinerlei Anlass, von dieser Prognose abzuweichen", fügt er hinzu. Zumwinkel bekräftigte zudem frühere Aussagen, wonach der Konzern bei einem besseren Ergebnis in diesem Jahr eine höhere Dividende zahlen will. "Herr Ernst (Finanzchef Edgar Ernst) und ich haben gesagt, dass wir unsere Dividendenpolitik der Ergebnissituation anpassen. Und wenn wir den Jahresüberschuss erhöhen, dann wird das Einfluss auf die Ausschüttung haben." Im vergangenen Jahr hatte die Post eine Dividende von 40 Cent je Aktie gezahlt.

Sparprogramm läuft besser als erwartet

Das Sparprogramm der Deutschen Post, Star, läuft nach den Worten Zumwinkels besser als erwartet. "Das Programm läuft bis 2005 mit all den Bündelungen in der IT, im Einkauf und bei vielen anderen Vorgängen. Ein erstes Fazit: zehn bis 15 Prozent besser als prognostiziert. Wir hatten 350 Millionen Euro eingeplant, 400 Millionen Euro sind es", sagte der Post-Chef.

Strategische Mehrheit soll bleiben

Auch nach dem für Herbst 2004 geplanten Börsengang der Postbank sollen Finanzdienstleistungen Zumwinkel zufolge weiter zum Kerngeschäft der Post neben Brief, Logistik und Express gehören. Dabei wolle die Post die Mehrheit an der Postbank aus strategischen Gründen auch auf Jahre über den Börsengang hinaus behalten. "Nicht nur aus steuerlichen und andern Motiven müssen es mehr als 50 Prozent bleiben."

Bis 2007 vollständige Privatisierung

Mit einer vollständigen Privatisierung der Deutschen Post rechnet Zumwinkel bis zum Jahr 2007. "Bis 2007 sollte der Aktienbesitz der Kfw und des Bundes auf null heruntergefahren sein. Das wird jeder Finanzminister durchziehen", sagte er. Erst Anfang Dezember hatte die staatliche Förderbank Kfw die Finanzmärkte mit einer Platzierung von Post-Aktien im Wert von rund zwei Milliarden Euro überrascht. Nun hält sie nach eigene Angaben noch rund 42 Prozent an der Post.

DPA