Nebenkosten
Was tägliches Duschen oder Baden uns wirklich kostet

Wieviel kostet uns eigentlich das tägliche Duschen oder Baden?
Wieviel kostet uns eigentlich das tägliche Duschen oder Baden?
© ImageBROKER/Aleksei Isachenko / Imago Images
Viele Haushalte versuchen, Geld einzusparen. Potenzial gibt es hier bei der Körperpflege – denn beim Duschen oder Baden denken wir oft gar nicht an die Kosten.

Die rasant steigenden Preise, hohe Mieten und die spürbare Inflation setzen viele Haushalte in Deutschland unter Druck. Nicht nur gefühlt – laut Statistischem Bundesamt sind die Verbraucherkosten in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Für viele Menschen bedeutet das: Sie müssen sparen. Dabei lohnt sich ein Blick auf die Energie- und Nebenkosten.

Genauer: ins Badezimmer. Neben Strom und Heizung zählen Wasser- und Abwasserkosten zu den regelmäßig anfallenden Nebenkosten. Nach Angaben des Umweltbundesamtes liegt der durchschnittliche Trinkwasserverbrauch in Deutschland bei rund 125 Litern pro Person und Tag. Ein erheblicher Teil davon entfällt auf die Körperpflege – insbesondere aufs Duschen und Baden. 

Duschen und Baden finden täglich statt

Da diese Gewohnheiten meist täglich stattfinden und in Mehrpersonenhaushalten entsprechend mehr, summieren sich Verbrauch und Kosten schnell. Warmes Wasser verursacht zudem doppelte Kosten: Neben dem Wasserpreis fällt Energie für die Erhitzung an – sei es durch Gas, Fernwärme oder Strom

Gleichzeitig ist bei vielen Menschen das Bewusstsein für Umwelt- und Klimaschutz gestiegen. Angesichts der Klimakrise ist es nachvollziehbar, dass Verbraucherinnen und Verbraucher Energie und Wasser nicht unnötig verschwenden möchten. 

Was kostet Duschen und Baden in Deutschland?  

Ein durchschnittlicher Duschvorgang dauert in Deutschland etwa acht bis zehn Minuten. Herkömmliche Duschköpfe verbrauchen rund 12 bis 15 Liter Wasser pro Minute. Das bedeutet: Pro Dusche fließen etwa 100 bis 150 Liter Wasser. Bei einem durchschnittlichen Wasserpreis (inklusive Abwasser) von etwa vier bis sechs Euro pro Kubikmeter (1000 Liter) entstehen allein für das Wasser rund 50 bis 90 Cent pro Dusche. 

Dazu kommen die Energiekosten für das Erwärmen des Wassers. Je nach Energiequelle – Gas, Fernwärme, etc. – können pro Dusche zusätzliche Kosten von gut einem Euro entstehen. Insgesamt kostet eine warme Dusche also unter ungünstigen Umständen bis zu zwei Euro. Klingt wenig, rechnet man dies aber auf 365 im Jahr hoch, und das eventuell für mehr als eine Person, dann ergibt das im Jahr eine erkleckliche Summe.

So viel Geld lässt man im Badezimmer

Ein Vollbad ist noch deutlich teurer: Eine Badewanne fasst im Durchschnitt 150 bis 200 Liter Wasser. Entsprechend hoch sind sowohl Wasser- als auch Energiekosten. Ein Bad kann, je nach Energiequelle, von etwa 1,70 Euro bis zu vier Euro kosten. Vielleicht also eher etwas, das man sich einmal in der Woche zur Entspannung gönnt – und nicht unbedingt täglich.

DurchschnittswerteDuschenBaden
Wasserverbauch pro Vorgangca. 120 lca. 200 l
Kosten pro Vorgang (Wasser & Energie)ca. 1,20 Euroca. 1,90 Euro
Wasserverbrauch jährlich (2-Personen-Haushalt)ca. 90.000 lca. 147.000 l
Kosten jährlich (2-Personen-Haushalt)ca. 880 Euroca. 1390 Euro

Wer es genau wissen möchte, kann übrigens den „Duschrechner“ (hier zu finden) der Verbraucherzentrale NRW nutzen. Mit diesem lässt sich individuell berechnen, wie hoch der eigene Wasser- und Energieverbrauch beim Duschen ist – und welches Einsparpotenzial besteht.  

Sparen ist einfach – und lohnt sich

Generell kann man mit folgenden Tipps einiges an Geld einsparen: Kürzer duschen – jede Minute weniger spart bares Geld. Wer statt 10 nur fünf Minuten duscht, halbiert nahezu den Wasser- und Energieverbrauch. Außerdem sollte man einen Sparduschkopf verwenden: Solch moderne Duschköpfe reduzieren den Durchfluss auf etwa sieben Liter pro Minute, ohne den Komfort spürbar einzuschränken. Und dann lässt sich noch die Wassertemperatur senken: Schon ein oder zwei Grad weniger reduzieren den Energiebedarf merklich. Ohne dass man deswegen bibbernd im Bad stehen muss.

Wenn man das Wasser beim Einseifen abstellt, fließt nur dann Wasser, wenn es wirklich benötigt wird. Und wer seinen Durchlauferhitzer oder das jeweilige Heizsystem kritisch unter die Lupe nimmt, könnte sich für eine Neuanschaffung entscheiden: Neue Geräte arbeiten oft effizienter. Ein Austausch kann langfristig Kosten senken.  

Gerade in Zeiten hoher Energiepreise lohnt sich ein bewusster Umgang mit Warmwasser doppelt. Wer seine Gewohnheiten leicht anpasst, spart nicht nur Geld, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz. Kleine Veränderungen im Alltag können über das Jahr gerechnet eine erstaunlich große Wirkung entfalten. Gerade beim täglichen Duschen und Baden.

wt

PRODUKTE & TIPPS

Kaufkosmos

Mehr zum Thema