Bilanz Bertelsmann trotzt Konjunkturflaute


Trotz Werbeflaute im Fernsehen und Käuferstreik in den Plattenläden hat Europas größter Medienkonzern Bertelsmann im vergangenen Jahr sein Betriebsergebnis deutlich gesteigert.

Wie der Medienriese am Dienstag in Berlin mitteilte, stieg das so genannte Operating EBITA gegenüber dem Vorjahr um gut 63 Prozent auf 936 Millionen Euro. "Bertelsmann hat seine Kräfte auf die Kerngeschäfte konzentriert, die Verlustquellen reduziert und die Ertragskraft markant gesteigert", sagte Unternehmenschef Gunter Thielen bei der Vorstellung der Unternehmensbilanz 2002 in Berlin.

2003 stabiler Umsatz erwartet

Auch für 2003 rechnet er bei stabilem Umsatz mit weiter steigenden operativen Erträgen. Im vergangenen Jahr war der Umsatz des Gütersloher Medienkonzerns vor allem auf Grund der Dollarschwäche um rund 3,6 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro zurückgegangen.

Zomba-Übernahme drückte Ergebnis

Der Jahresüberschuss vor Fremdanteilen verringerte sich um rund 30 auf 968 Millionen Euro. Dabei profitierte der Konzern noch einmal von Veräußerungsgewinnen in Milliardenhöhe aus dem Verkauf von AOL Europe. Dem standen jedoch auch außerplanmäßige Abschreibungen auf den Firmenwert des 2002 übernommenen Musikunternehmens Zomba in Höhe von 1,3 Milliarden Euro gegenüber. In Zukunft muss Bertelsmann nun ohne weitere Finanzspritzen aus dem milliardenschweren AOL-Verkauf auskommen.


Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker