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Sankt Vincent und die Grenadinen In der Karibik entsteht die erste Kommune, in der man komplett mit Bitcoin zahlen kann

Die Insel Bequia aus der Vogelperspektive
Die geplante Kommune wird in Bequia angesiedelt sein, einer nur 18 Quadratkilometer großen Karibikinsel, die Teil des Staatsgebiets von Sankt Vincent und den Grenadinen ist
© Screenshot Instagram / @stormgonsalves
Ein Immobilien-Unternehmer plant im Karibikstaat Sankt Vincent und die Grenadinen eine Kommune zu errichten, in der sämtliche Zahlungen mit Kryptowährungen möglich sein sollen.

Ein Unternehmer aus der Karibik gründet die weltweit erste Bitcoin-Gemeinschaft, in der die Bewohner für Immobilien, Waren und Dienstleistungen komplett in Kryptowährung bezahlen können.

Die Kommune wird in Bequia angesiedelt sein, einer nur 18 Quadratkilometer großen Karibikinsel, die Teil des Staatsgebiets von St. Vincent und den Grenadinen ist, wie der britische "Independent" berichtet. Das Projekt ist eine Idee des Immobilienunternehmers Storm Gonsalves, der mit seiner Firma 39 Luxusvillen, Geschäfte und ein Clubhaus bauen will. Die Bewohner können für alltägliche Dinge wie Lebensmittel und Restaurantbesuche mit Bitcoin bezahlen und auch ihre Immobilie mit der Kryptowährung kaufen.

Bitcoin-Marktkapitalisierung bei über einer Billion Dollar

Wohnhäuser kosten zwischen 670.000 und 1,6 Millionen Britische Pfund (zirka 780.000 bis 1,9 Millionen Euro). Im Gespräch mit dem in Großbritannien erscheinenden "Express" sagte Gonsalves, dass der Kauf von Immobilien in Kryptowährungen "in den kommenden Jahren eine ganz normale Sache sein wird".

Allein die Marktkapitalisierung von Bitcoin betrage über eine Billion US-Dollar und viele der frühen Investoren hätten sie bereits gekauft, als die Bitcoin nur 1.000 US-Dollar kostete (etwa 820 Euro). Inzwischen liegt der Kurs bei ungefähr 36.000 Euro pro Bitcoin.

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Kryptowährungen könnten laut Gonsalves eine Lösung für viele karibische Staaten darstellen, da diese inzwischen gehäuft keinen uneingeschränkten Zugang zu gängigen Bankdienstleistungen mehr hätten. In einem Gespräch mit dem TV-Sender Euronews sagte der Unternehmer, dass es für Einwohner kleiner Inselstaaten zunehmend schwieriger werde, international Geld zu senden und zu empfangen. Den Instituten sei häufig der Aufwand einer individuell angepassten Risikoabwägung dafür zu groß: "Wenn sich dieser Trend fortsetzt, bedeutet dies, dass kleine Inselstaaten im Wesentlichen vom internationalen Handel abgeschnitten sind. Für die auf Tourismus basierenden Volkswirtschaften wird dies verheerend sein." 

"DCash"

Die karibischen Länder übernehmen Blockchain- und Kryptowährungen infolgedessen schneller als anderswo, sagte Gonsalves im Gespräch mit Euronews. St. Lucia, Grenada, Antigua und Barbuda sowie St. Kitts und Nevis haben daher bereits "DCash" ins Leben gerufen, die weltweit erste digitale Währungsunion, die von einer Zentralbank unterstützt wird.

Hände tippen an einem Laptop

Gonsalves glaubt, dass die Bequia-Immobilien diejenigen anziehen werden, die bereits in Kryptowährungen investieren: "Nicht jeder versteht den Vorteil von Kryptowährungen. Viele Leute sind immer noch skeptisch." Er betont daher auch, dass diejenigen, die in Bequia leben, auch herkömmliche US-Dollar verwenden können, wenn sie dies wünschen, da sämtliche akzeptierte Kryptowährungen an den US-Dollar gekoppelt seien.

Quellen:"Independent", "Express", Euronews

km

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