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Studie: Deutsche wollen den Soli nicht mehr zahlen

26 Jahre lang zahlen die deutschen Steuerzahler bereits den Solidaritätszuschlag, um die neuen Bundesländer nach der Wende finanziell zu unterstützen. Doch ist das noch notwendig? Eine große Mehrheit sagt "Nein".

Der Solidaritätszuschlag steht in Deutschland wieder einmal zur Debatte: Sowohl Union als auch SPD haben den so genannten Soli als Wahlkampfthema für sich entdeckt. Im Falle eines Wahlsiegs will SPD-Chef Martin Schulz niedrige und mittlere Einkommensgruppen bei dem Sozialbeitrag entlasten. Laut einer aktuellen Umfrage von Statista und YouGov geht das den meisten Deutschen jedoch noch nicht weit genug. 

In der repräsentativen Studie gaben 79 Prozent der Befragten an, dass sie den Soli allgemein nicht mehr für gerechtfertigt halten. Mehr als die Hälfte der Deutschen (63 Prozent) wären für eine komplette Abschaffung der Abgabe, wie die Grafik von Statista zeigt. 13 Prozent befürworten das Vorhaben der SPD, den Soli für geringe Einkommensgruppen zu reduzieren, acht Prozent wollen, dass der Beitrag für alle verringert wird. 

Der Solidaritätszuschlag beträgt zurzeit 5,5 Prozent der Lohnsteuer. Er war ursprünglich im Jahr 1991 eingeführt worden, um die neuen Bundesländer nach der Wende finanziell zu unterstützen.

Statista