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Für Luxus-Handtaschen: Studentin im Shoppingrausch verprasst 3 Millionen Euro aus Bankirrtum

Eine australische Bank hat einer Studentin versehentlich einen unbegrenzten Dispo-Kredit eingeräumt. Das nutzte die junge Dame für einen beispiellosen Shopping-Exzess. Die Einkaufsliste ist beeindruckend.

Studentin im Shoppingrausch: In der Wohnung von Christine Lee beschlagnahmten Ermittler mehr als 100 Handtaschen von Luxusmarken

Studentin im Shoppingrausch: In der Wohnung von Christine Lee beschlagnahmten Ermittler mehr als 100 Handtaschen von Luxusmarken

Eigentlich war Christine Jia Xin Lee nur zum Studieren nach Australien gekommen. Mit einem Studentenvisum und ein wenig Geld in der Tasche war Lee vor fünf Jahren aus Malaysia eingereist. Doch dann, vor etwa zwei Jahren, bemerkte die Chemie-Studentin dass ihr Konto bei der australischen Bank Westpac offenbar keinerlei Überziehungslimit kannte. Sie hätte den Fehler nun aufklären können oder zumindest versuchen, das Konto wieder auszugleichen.

Stattdessen ging Lee shoppen. Sie kaufte Luxus-Kleidung, Designer-Schuhe und jede Menge sehr teure Handtaschen. Elf Monate dauerte es, bis jemandem bei Westpac der Shopping-Exzess auffiel und das Konto eingefroren wurde. Bis dahin hatte Lee schon unglaubliche 4,6 Millionen australische Dollar (rund 3 Millionen Euro) verprasst.

Extravagante Einkaufsliste

Die Shopping-Orgie liegt schon ein Jahr zurück, öffentlich wurde der Fall aber erst vor wenigen Wochen als Lee versuchte, das Land Richtung Malaysia zu verlassen und vorläufig festgesetzt wurde. Seitdem staunen nicht nur die Australier über die nach und nach veröffentlichten Details des Shopping-Trips. Mittlerweile hat der "Sydney Morning Herald" Einblick in die Ermittlungsergebnisse bekommen und die detaillierte Einkaufsliste der Studentin sowie Fotos von der bei Lee vorgenommenen Hausdurchsuchung veröffentlicht.

Studentenbude voller Luxus-Handtaschen

Studentenbude voller Luxus-Handtaschen

Demnach kaufte Lee allein in der Sydney-Dependance von Christian Dior für 330.000 Dollar ein, bei Chanel ließ sie 55.000 Dollar und in einer Online-Boutique mehr als 15.000 Dollar. Ein besonderes Faible offenbarte die hemmungslose Shopperin auch für die Luxusmarke Hermes: Lee gönnte sich 13 Schals des Labels sowie mehrere Dutzend Handtaschen, darunter ein Modell aus Krokodilsleder für 150.000 Dollar.

Zu gierig geworden

Die Bank stoppte die Shoppingtour erst, als Lee an einem Tag versuchte, 1,15 Millionen Dollar - verteilt auf 14 Transaktionen - auf ihren PayPal-Account zu transferieren. Lee gab daraufhin an, sie habe gedacht, das Geld käme von ihren Eltern und sie habe nur noch 4000 Dollar Bargeld übrig.

Die 1,15 Millionen konnte sich Westpac von PayPal wiederholen. Zudem wurden bei Lee bei zwei Hausdurchsuchungen mehr als 100 Handtaschen sowie Designer-Kleidung, Sonnenbrillen, Schuhe, Schals, Schmuck und ein Staubsauger beschlagnahmt. Ob die Studentin in der Lage ist, die restlichen Schulden zu begleichen, ist mehr als fraglich.

bak
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