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EU-Wirtschaft 2011: Deutschland bleibt Spitze

Deutschland wird nach Einschätzung von Konjunkturexperten auch 2011 die am stärksten wachsende Volkswirtschaft in der Eurozone sein. Auch die europäische Wirtschaft wird insgesamt weiter wachsen.

Die europäische Wirtschaft befindet sich weiter im Aufschwung. Die EU-Kommission hob daher in einer am Dienstag in Brüssel veröffentlichten Wachstumsprognose für 2011 ihre Prognose für Deutschland und Europa an. In Deutschland erwartet die Kommission in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,4 Prozent, im Gegensatz zu 2,2 Prozent bei der Herbstprognose. Damit wird Deutschland 2011 auch die am stärksten wachsende Volkswirtschaft in der Euro-Zone sein. Für das gesamte Gebiet gehen die EU-Experten in diesem Jahr von einem Wachstum von 1,6 Prozent aus, für die gesamte Europäische Union von 1,8 Prozent. Im November hatte die Kommission hier noch ein Wachstum von 1,5 Prozent beziehungsweise 1,7 Prozent erwartet.

Hintergrund für die optimistischen Erwartungen sind der Kommission zufolge die besseren Aussichten für die Weltwirtschaft und das positive Wirtschaftsklima in der EU. Die Unsicherheit bleibe jedoch hoch und die Entwicklung sei von Land zu Land sehr unterschiedlich. Die Inflationsprognose der Kommission für 2011 wurde gegenüber dem Herbst nach oben korrigiert, was sie vor allem auf die höheren Energie- und Rohstoffpreise zurückführte: Sie liegt nun bei 2,5 Prozent für die EU und 2,2 Prozent für den Euro-Raum. Für Deutschland hob die Kommission ihre Inflationserwartung von 1,8 Prozent auf 2,2 Prozent an.

"Nachdem sich das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte 2010 verlangsamt hat, dürfte der Aufschwung der EU-Wirtschaft in diesem Jahr nun weiter Tritt fassen", erklärte Wirtschafts- und Währungskommissar Olli Rehn. Allerdings würden die Mitgliedstaaten nicht gleichmäßig vom Aufschwung erfasst. "Hinzu kommt, dass sich die Lage an den Finanzmärkten noch nicht wieder ganz normalisiert hat, auch wenn in letzter Zeit relative Ruhe herrscht", warnte Rehn.

AFP/DPA / DPA
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