Gastgewerbe Burger King auf Aufholjagd zu McDonald's


Im Konkurrenzkampf auf dem deutschen Fast-Food- Markt ist die Schnellimbisskette Burger King im vergangenen Jahr deutlich stärker gewachsen als McDonald's.

Mit aggressivem Marketing und neuen Restaurants ist die Fast-Food-Kette Burger King weiter auf Aufholjagd zum Marktführer McDonald's. Nach den Unternehmenszahlen, die beide Hamburger-Bratereien am Mittwoch für Deutschland vorlegten, konnte der kleinere Rivale im vergangenen Jahren seinen Umsatz um 15 Prozent auf 455,7 Millionen Euro steigern. McDonald's konnte lediglich um 0,8 Prozent zulegen, erzielte aber mit 2,3 Milliarden Euro einen fünf Mal höheren Umsatz als der Konkurrent. Angaben über ihre Gewinne machen beide Unternehmen traditionell nicht.

McDonald's will wieder auf Kundenfang

Der Deutschland-Direktor von McDonald's, Adriaan Hendrikx, zeigte sich angesichts der Wirtschaftslage mit seinen Zahlen zufrieden. Der Konzern wolle auf Wachstumskurs bleiben und im laufenden Jahr mindestens 50 neue Filialen eröffnen und neue Jobs schaffen. Mit 47.000 Arbeitsplätzen sei McDonald's einer der größten deutschen Arbeitgeber, betonte Hendrikx. Mit neuen Design und Salat-Variationen will der Big-Mäc-Anbieter künftig noch mehr Kunden anlocken.

Burger King hat weniger Restaurants

Im vergangenen Jahr zählte McDonald's nach eigenen Angaben 715 Millionen Besucher in seinen deutschen Restaurants, Konkurrent Burger King gab eine Zahl von täglich 300.000 an.

Burger Kind will weiter expandieren

Auch der Whopper-Produzent will im laufenden Jahr weiter deutlich zulegen und die Zahl seiner Schnell-Restaurants in Deutschland ebenfalls um 50 auf knapp 420 steigern. "Wir sind auf dem richtigen Weg", betonte Geschäftsführer Pascal Le Pellec. Bis 2005 will Burger King 500 Lokale in Deutschland führen und 6.500 neue Mitarbeiter einstellen. Derzeit zählt Burger King 12.800 Mitarbeiter. Zwei Drittel der Lokale werden von Franchisenehmern geführt.

Keine angst vor Antiamerikanismus

Der bevorstehende Irak-Krieg beunruhigt die Hamburger-Brater wenig: "Wir sind ein deutsches Unternehmen mit Wurzeln in Amerika", betonte McDonald's-Manager Hendrikx. Antiamerikanismus habe das Unternehmen bisher nicht vernehmen können.


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