HOME

Girokonto-Vergleich: Kostenlos und trotzdem Service

Durch ein gebührenfreies Girokonto können Wechselwillige kräftig sparen. Daneben sollte die Bank der Wahl aber auch ausreichend Geldautomaten bieten.

Von Peter Neitzsch

Kostenlos und komfortabel - so sollte ein Girokonto sein. Durch den Wechsel zu einem gebührenfreien Konto können Kunden laut Stiftung Warentest bis zu hundert Euro jährlich sparen. Doch auch auf ein dichtes Netz von Bankautomaten sollten Verbraucher bei der Wahl ihres Girokontos Wert legen, um Gebühren fürs Geldabheben zu sparen.

Die Zeitschrift "Finanztest" der Stiftung Warentest hat die Konditionen der Konten von 77 Banken und Sparkassen verglichen. Das Ergebnis: Lediglich bei 23 Angeboten stellten die Banken keinerlei Vorbedingungen. Das heißt, es wurden weder Gebühren für die Kontoführung noch für die Girocard erhoben und auch keine Mindestsumme beim monatlichen Geldeingang verlangt.

Die meisten kostenlosen Girokonten, die ohne Vorbedingungen zu haben sind, sind laut "Finanztest" reine Online-Konten - wie beispielsweise die Produkte der ING-Diba oder der comdirect bank. Wer trotz gebührenfreiem Konto nicht auf den Service einer Filiale verzichten will, muss länger suchen.

Einige Banken bieten allerdings auch Filialkonten ganz ohne Gebühren und Vorbedingungen an. Die Norisbank mit ihrem Produkt "Top-Girokonto" sei jedoch der einzige dieser Anbieter, der über ein bundesweites Filialnetz verfüge, so die Tester. Andere Anbieter kostenloser Filialkonten wie die Bremische Volksbank oder die MDS in Potsdam seien lediglich regional präsent.

Wer gewisse Vorbedingungen der Banken akzeptiert, hat dagegen auch bundesweit gute Chancen auf ein kostenloses Girokonto mit Bankfiliale. So bietet die Hypovereinsbank gebührenfreie Konten in Verbindung mit einem Sparplan von 25 Euro im Monat. Andere Banken wie die Postbank oder die Commerzbank verzichten auf eine Gebühr, wenn ein monatlicher Mindestgeldeingang von 1000 bzw. 1200 Euro auf dem Girokonto zu verzeichnen ist. Fehlt dieser Geldeingang werden Gebühren zwischen fünf und zehn Euro im Monat fällig.

Bis zu 7,50 Euro für einmal "Fremdabheben"

Kunden sollten bei der Wahl ihrer Bank allerdings auch darauf achten, ob diese genügend Geldautomaten zur Verfügung stellt. Denn beim "Fremdabheben" werden schnell Gebühren von bis zu 7,50 Euro fällig. Über ein Netz aus 9000 Geldautomaten verfügt beispielsweise die Cash Group, zu der sich mehrere Privatbanken zusammengeschlossen haben. "Deutlich größer ist allerdings das Automatennetz für Kunden einer Sparkasse mit rund 25.700 Automaten in Deutschland", schreibt "Finanztest". Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken stehen 19.300 Automaten zur Verfügung.

Bietet keine Bank in der unmittelbaren Nähe zum Wohnort die Kombination aus Gratiskonto und dichtem Automatennetz, raten die Verbraucherexperten dazu, nicht mehr als 40 Euro im Jahr für eine Online-Konto bzw. 80 Euro für ein Filialkonto auszugeben.

Auch die kostenlose Kreditkarte zum Girokonto ist für viele Kunden ein Kriterium bei der Kontowahl. Eine gebührenfreie Kreditkarte könne man sich allerdings auch problemlos bei einer anderen Bank besorgen, ohne das Girokonto zu wechseln: "Kein Kunde ist gezwungen, die Kreditkarte seiner Bank zu nehmen", so "Finanztest". Alle Test-Ergebnisse sind gegen eine Gebühr auch im Internet erhältlich.

Welche Girokonten derzeit die besten Zinsen bieten bzw. am wenigsten für Dispozinsen verlangen, können Sie ganz einfach - und kostenlos - mit dem stern.de-Girokontenvergleich selbst ermitteln.

Hier geht's zum stern.de-Girokontenvergleich.

Von Peter Neitzsch
  • Peter Neitzsch