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Handel: Online-Shopping ist Männersache

Trotz der allgemeinen Kaufzurückhaltung wächst die Konsumfreude im Online-Handel. Dabei sieht der typische Online-Shopper so aus: Jung, männlich, Besserverdiener. Grund: Bequemlichkeit.

Laut einer am Montag von der Postbank veröffentlichten Studie, schätzen vor allem leitende Angestellte und Selbstständige sowie Gutverdiener den Einkauf im Internet wegen der Zeitersparnis und der Unabhängigkeit von Öffnungszeiten. Deutlich gestiegen in der Gunst der Online-Shopper generell sind Auktionen im Internet sowie ausländische Shops. Wichtig sind guter Kundenservice und eine schnelle Lieferung, so weitere Ergebnisse der Studie "eCommerce 2004."

Vor allem Männer tun es

Der Umfrage zufolge haben 67,5 Prozent aller Online-Shopper schon einmal per Auktion gekauft. Jeder vierte im Internet gesetzte Euro fließe mittlerweile in die virtuellen Auktionshäuser. Sie seien damit fast zu den deutschen Shops aufgerückt, die von 81,5 Prozent aller Online-Shopper schon mindesten einmal genutzt worden seien. Liebhaber der virtuellen Versteigerungen sind den Angaben zufolge vor allem Männer (72,7 Prozent) sowie die jüngeren Altersgruppen. 64,4 Prozent der 18 bis 29-Jährigen und 74,8 Prozent der 30 bis 39-Jährigen zählen sich zu den aktiven Kunden.

Fast ein Viertel aller Shopper (22,3 Prozent) kauft der Studie zufolge bereits im Ausland. Darunter überproportional häufig seien Beschäftigte in gehobenen beruflichen Positionen und Gutverdiener, die am Online-Kauf insbesondere die große Auswahl und Zeitersparnis schätzten. Sie seien meist männlich, über 30 Jahre alt und zählten zu den intensivsten Nutzern des Vertriebskanals Internet. Generell kaufen Männer der Studie zufolge im Schnitt häufiger über das weltweite Netz ein als Frauen. 36,8 Prozent der Männer zählen zur Gruppe der so genannten Heavy-Shopper, die in den vergangenen drei Monaten mindestens im fünf Mal im Internet eingekauft haben, wie es hieß. Bei den Frauen seien nur 24,1 Prozent Heavy-Shopper.

Lieber online als im Laden

Vor allem Büroartikelhändlern, Apotheken, Musikgeschäften und Videotheken dürfte das weltweite Netz zunehmend Konkurrenz machen. Der Umfrage zufolge würden 45,5 beziehungsweise 57,3 Prozent der rund 1.000 Befragten Musik und Videos künftig gerne gegen Bezahlung aus dem Netz beziehen und sich den Weg in den Laden sparen. 23,7 Prozent würden im Bedarfsfall Medikamente online kaufen und 37,8 Prozent Bürobedarf, wie es in der Studie weiter hieß. Bei der Bezahlung sind vor allem einfach zu nutzende und bekannte Zahlsysteme gefragt. Am häufigsten genutzt werden demnach Rechnung und Online-Überweisung, die Kreditkarte landet auf dem dritten Platz. (AP)

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