HOME

Hintergrund: Falschgeld in Deutschland

Rund 25.000 "Blüten" haben die Behörden im ersten Halbjahr 2006 in Deutschland aus dem Verkehr gezogen. Die falschen Scheine summierten sich zu einer Schadenssumme von 1,7 Millionen Euro.

Immerhin war laut Deutscher Bundesbank die Schadenssumme durch Falschgeld um ein Viertel niedriger als im im zweiten Halbjahr 2005. Von den in Deutschland entdeckten "Blüten" war jede zweite ein "falscher Fuffziger". Nur 15 Prozent waren nachgemachte 20-Euro-Scheine. Am seltensten wurden der kleine 5-Euro-Schein und der wenig gebräuchliche 500-Euro-Schein gefälscht.

20-Euro-Schein am beliebtesten

In Deutschland kommen auf 10.000 Einwohner pro Jahr sechs Fälschungen. Damit liegt Deutschland laut Bundesbank unter dem europäischen Durchschnitt. In jüngster Zeit wurden vor allem in Südeuropa einige bedeutende Fälscherwerkstätten ausgehoben. Die Bundesbank rät allen Verbrauchern, jede Banknote zu prüfen. Die meisten Fälschungen seien mit einfachen Tests und dem "Sehen-Kippen- Fühlen" von echten Banknoten zu unterscheiden.

In Europa ist inzwischen der 20-Euro-Schein bei Fälschern am beliebtesten - gefolgt von den 50-Euro-Scheinen. Falschgeld-Experten gehen davon aus, dass die Geldfälscher neue Wege erproben, weil im Handel an den Kassen die 50-Euro-Noten inzwischen genau kontrolliert werden.