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Inflation: Preise ziehen wieder stärker an

Mit einem Euro kann man heute weniger kaufen als noch vor einem Jahr. Nach der geringeren Inflation infolge der Krisenjahre steigen die Verbraucherpreise wieder stärker. Preistreiber sind dabei alte Bekannte.

Die Verbraucherpreise kletterten im Juli im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,4 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch nach vorläufigen Berechnungen in Wiesbaden mitteilte. Im Mai und Juni hatte die Jahresrate bei 2,3 Prozent gelegen. Preistreiber waren erneut Benzin und Heizöl. Haushaltsenergie sei genauso wie Kraftstoffe deutlich teurer geworden. Die endgültige Berechnung der Inflationsrate mit detaillierteren Angaben legt das Statistische Bundesamt am 10. August vor.

Viele Fachleute erwarten, dass die Inflation in den nächsten Monaten weiter anzieht. "Das Ende der Fahnenstange ist noch nicht erreicht", sagte Thilo Heidrich von der Postbank. "Die Erzeuger- und die Importpreise sorgen weiter für Druck. Die Inflation dürfte gegen Ende des Jahres auf dem Höhepunkt bei 2,8 oder 2,9 Prozent liegen."

Die Jahresteuerung übertrifft die Warnschwelle der Europäischen Zentralbank, die bei Teuerungsraten bis knapp unter 2,0 Prozent die Preisstabilität gewahrt sieht.

ono/AFP/DPA/Reuters / DPA / Reuters