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KONSUMENTEN: Warnung vor 'steuerfreiem' Zigarettenversand

Besonders Internetangebote locken mit dem angeblich steuerfreien Versand von Billigzigaretten. Für deutsche Konsumenten kann das teuer werden.

Das Bundesfinanzministerium warnt vor unzulässigen Internet-Angeboten zum Versand angeblich steuerfreier Zigaretten aus dem Ausland. Wenn der ausländische Versender aber Gewerbetreibender ist, muss die Ware in Deutschland auch dann versteuert werden, wenn sie einem privaten Empfänger zugesandt wird, teilt das Ministerium mit.

Keine Scheinabsender

Sollten die gewerblichen Lieferanten jenseits der Grenze private Absenderadressen nutzen, um der Steuer zu entgehen, stellt das eine Steuerstraftat dar und wird entsprechend verfolgt.

Empfänger macht sich strafbar

»Der Versand von Zigaretten aus anderen Mitgliedstaaten der EU ist, sofern es sich um ein Verbringen zu gewerblichen Zwecken (Versandhandel) handelt, steuerpflichtig«, teilt das Ministerium dazu mit. Steuerschuldner der Tabaksteuer sind Versender und Empfänger gemeinsam. Entscheidend für die Besteuerung ist, dass der Versender der Zigaretten Gewerbetreibender ist. Versendet eine Privatperson im Ausland Zigaretten an eine andere im Inland als Geschenk - und nur dann - ist die Lieferung tatsächlich steuerfrei.