Beim Abbrennen einer Zigarette werden Chemikalien in Form von Feinstaub an die Umgebungsluft abgegeben. Das sorgt in geschlossenen Räumen vor allem für unangenehme Gerüche, die sich in Textilien und Möbeln festsetzen. Diesen Rauchgeruch zu entfernen, ist nicht einfach, mit den richtigen Hilfsmitteln unter bestimmten Bedingungen aber durchaus möglich.
Rauchgeruch zeitnah entfernen
Wichtig ist, sich des Problems möglichst zeitnah anzunehmen. Im Idealfall sollten Sie schon während des Rauchens Fenster öffnen, um möglichst viele der Partikel nach draußen abzuleiten. Spätestens am Folgetag sollte ausgiebig gelüftet werden. Setzen sich Feinstaub, Nikotin und der klebrige Teer erst in der Wohnung fest, lassen sich die Gerüche oft kaum noch beseitigen. Zudem gefährden die zurückgebliebenen Rauchpartikel die Gesundheit aller im Raum anwesenden Personen. Untersuchungen haben gezeigt, dass in langjährigen Raucherhaushalten auch Wochen nach einem Rauchstopp noch schädliche Nikotinrückstände im Hausstaub und auf Oberflächen zu finden sind.
Nach dem Lüften folgt das große Waschen
Wurde der gröbste Mief zum Fenster hinaus gejagt, sollten im Anschluss in Mitleidenschaft gezogene Textilien gereinigt werden. Kleidung, Gardinen und Kissenbezüge stecken Sie am besten in die Waschmaschine. Spezielle Waschmittel zur Geruchsneutralisierung können dabei unterstützen, besonders hartnäckigen Rauchgeruch zu entfernen. Eventuell sind mehrere Waschgänge nötig, um zufriedenstellende Ergebnisse zu erzielen.
Oberflächen sauber wischen
Riechen Tische, Schränke oder andere glatte Oberflächen nach Nikotin, sollten Sie diese gründlich abwischen. Dazu bietet sich der Einsatz von geruchsneutralisierenden Reinigungsmitteln an. Einige sind speziell auf die Bekämpfung von Rauchgeruch zugeschnitten und lassen sich auch auf Polstermöbeln verwenden. Sie eignen sich ebenfalls, um Rauchgeruch im Auto zu entfernen.
Ergänzend können Sie Raum- und Polstersprays gegen Nikotin- und Rauchgeruch einsetzen, um diesen noch weiter zu neutralisieren. Auch wenn es darum geht, Zigarettenmief auf die Schnelle loszuwerden, sind diese Mittel eine effektive Hilfe. Als alleinige Lösung taugen sie jedoch nicht, da sie Gerüche zwar abschwächen, die schädlichen Rückstände aber nicht entfernen.
Teppiche und Polster bearbeiten
Um die feinen Rauchpartikel aus Sofas, Matratzen und Teppichen zu entfernen, sollten Sie neben Reinigungsmitteln immer auch einen Staubsauger bemühen. Idealerweise verwenden Sie dabei ein Modell mit integriertem HEPA-Filter, damit das Gerät den aufgesaugten Feinstaub nicht am andere Ende direkt wieder in die Luft pustet.
Restgeruch übertünchen
Sollte trotz aller Reinigungsmaßnahmen weiterhin eine lästige Qualm-Note im Zimmer hängen, bleibt Ihnen kaum etwas anderes übrig, als die letzten Überbleibsel mit Lufterfrischern zu überdecken und in Kauf zu nehmen, dass sich ein hartnäckiger Rest an schädlichen Partikeln in Ihren Räumlichkeiten befindet. Um negativen Folgen für Ihre Gesundheit entgegenzuwirken, kann das Aufstellen eines Luftreinigers Sinn machen. Der filtert schädliche Partikel jeglicher Art aus der Raumluft.
Am besten gar nicht erst rauchen
Das wirksamste Mittel gegen Rauchgeruch ist und bleibt jedoch der Verzicht auf Zigaretten. Wer die Glimmstängel konsequent aus seiner Wohnung und seinem Auto verbannt, muss sich über aufwendige Reinigungsmaßnahmen und potenzielle Gesundheitsschäden keine Gedanken machen. Um sich das Rauchen zumindest in Innenräumen abzugewöhnen, können Hilfsmittel wie Nikotinkaugummis oder Nikotinpflaster eine wertvolle Stütze sein.
Hausmittel als günstige Alternative
Wollen Sie nur leichten Rauchgeruch entfernen, können Sie zunächst auf Hausmittel ausweichen, bevor Sie Geld in teure Reinigungslösungen stecken. Für das geruchsneutralisierende Wischen von Oberflächen eignet sich etwa lauwarmes Essigwasser. Der Dampf von heißem Essigwasser kann zudem Gerüche aus der Luft entfernen. Deutlich angenehmeren Duft verbreitet hingegen gemahlener Kaffee, der ebenfalls in der Lage ist, unangenehme Gerüche zu binden.