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Von wegen alles gratis: Stiftung Warentest zeigt, welche Kreditkarte sich lohnt - und welche Abzocke ist

Viele Anbieter werben mit kostenlosen Kreditkarten. Doch die Stiftung Warentest zeigt, dass das nicht immer stimmt. Und: Die Abrechnungen der Karten sind teilweise kaum nachvollziehbar. Nur eine bekommt das Testurteil "Gut".

Kreditkartenabrechnungen sind kompliziert

Stiftung Warentest zeigt, welche Kreditkarte sich lohnt

Getty Images

Der Trick funktioniert ganz einfach: Statt großer Beträge buchen viele Anbieter von Kreditkarten nur Teilzahlungen ab. Das ist so im Kartenantrag voreingestellt. Revolving Credit nennt sich das Verfahren. Der Kunde zahlt also nur in Häppchen zurück - auf die übrige Summe werden aber saftige Zinsen fällig. Bis zu 23 Prozent pro Jahr müssen gezahlt werden, berichtet die Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Ausgabe. Für Kunden, die regelmäßig ihre Karte einsetzen, ist das sehr teuer.

Für den Test haben die Experten 23 verbreitete Kreditkarten genauer unter die Lupe genommen und dabei zwei Modellkunden zugrunde gelegt: Einmal den Shopper, der Online 2500 Euro pro jahr in Shops ausgibt und 500 Euro in Ladengeschäften. Und den Reisenden, der in Europa und im Nicht-EU-Ausland Urlaub macht und dort mit Karte zahlt und Geld abhebt.

Die Kreditkarten der Hausbanken entpuppen sich im Test schnell als teuer. Bei Sparkassen und Volksbanken kosten die Karten zwischen 20 und 30 Euro im Jahr. Dazu kommen bei einigen Banken noch Gebühren am Automaten bis zu drei Prozent - mindestens wird aber ein Pauschalbetrag von fünf Euro fällig.

Targobank und Consorsbank bei Kreditkarten abgestraft

Insgesamt sind die Warentester nicht wirklich angetan von den Angeboten der Kreditkartenanbieter. Zweimal vergeben sie das Urteil "Mangelhaft": für die Targobank und die Consorsbank. Bei beiden Geldhäusern ist für den Kunden die Entschlüsselung der Kreditkartenabrechnung ein echtes Rätsel. Bei der Corsorsbank fehlen Spalten, Zahlen rutschen umher oder Zahlvorgänge sind nicht nachvollziehbar. Die Kreditkartenabrechnung der Targobank wirkt zwar übersichtlich, ist aber nicht transparent - denn Gebühren werden versteckt. Will der Kunde die Kosten für die Kartennutzung erfahren, muss er nachrechnen. Das bestrafen die Warentester mit Punktabzug in der Wertung.

Die einzige Karte, die das Testurteil "Gut" bekommt, ist die Visa-Karte von der DKB. Mit einer Note von 2,2 punktet die Bank vor allem beim logischen Aufbau und bei der Vollständigkeit der Abrechnung. 

Den vollständigen Test und weitere Tipps zum Thema Kreditkarten bekommen Sie gegen Gebühr auf www.test.de. 

Rentner

kg
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.