Märkte Stimmungsindikatoren an der Börse immer wichtiger


In der längsten Börsenbaisse seit 70 Jahren haben so genannte Sentiment-Indikatoren als zusätzliche Analyse-Disziplin für die Anleger zunehmend an Bedeutung gewonnen.

In der längsten Börsenbaisse seit 70 Jahren suchen die Anleger und Analysten verzweifelt nach einem Anhaltspunkt, wie sich Börsentrends entwicklen könnten. Dabei werden die so genannte Sentiment-Indikatoren als zusätzliche Analyse-Disziplin für die Anleger immer wichtiger. Doch das Deutsche Aktieninstitut in Frankfurt am Main mahnt: Gerade für Privatanleger sei es wichtig, dass diese Stimmungsindikatoren "mit Fingerspitzengefühl interpretiert werden", wie es zum Beispiel die Deutsche Börse wöchentlich auf ihren Internetseiten (www.deutsche-boerse.com) für den DAX und den Nemax (ab 27. März für den TecDAX) tut.

Interpretation nicht ganz einfach

Nur bei fachgerechter Anwendung böten diese Stimmungsindikatoren eine Quelle zusätzlicher professioneller Erkenntnis für Privatanleger. Zu beachten sei, dass Anwendung und Interpretation solcher Sentiment-Indikatoren "nicht ganz einfach ist und nicht zu vordergründig umgesetzt werden darf". Signalisiere der Indikator eine gute Stimmung bei den meisten Anlegern, so heiße das nicht, dass die Kurse nur noch steigen können.

Eigentlich eine Meinungsumfrage

Ermittelt wird ein solcher Stimmungsindikator zum Beispiel durch Umfragen bei 300 institutionellen und privaten Investoren, ob ihrer Meinung nach ein bestimmter Index in den nächsten 30 Tagen steigt, fällt oder sich seitwärts entwickelt.


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