Nach Verlusten 2008 Allianz schließt 2009 mit Milliarden-Gewinn ab

Der Versicherungskonzern Allianz hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 4,3 Milliarden Euro erzielt, nachdem das Geschäft mit der Dresdner Bank im Vorjahr noch zu einem Verlust von 2,4 Milliarden Euro geführt hatte.

Der Versicherungskonzern Allianz hat im vergangenen Jahr einen Gewinn von 4,3 Milliarden Euro erzielt, nachdem das Geschäft mit der Dresdner Bank im Vorjahr noch zu einem Verlust von 2,4 Milliarden Euro geführt hatte. Der Gesamtumsatz stieg um 5 Prozent auf 97,4 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis sank leicht, aber die Erholung an den Kapitalmärkten trug dazu bei, dass der Jahresüberschuss um 13 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro zulegte.

Allianz-Vorstandschef Michael Diekmann gab am Donnerstag in München einen vorsichtigen Ausblick. "Hinsichtlich der Kennzahlen im Geschäftsjahr 2010 wollen wir wieder an das Ergebnisniveau von 2009 anschließen", sagte er. Im Fokus stünden die Anlagepolitik und die Schaden-Kosten-Quote.

Die Dividende soll in diesem Jahr kräftig steigen auf 4,10 Euro je Aktie. Das Eigenkapital des Versicherungskonzerns wurde um 19 Prozent auf über 40 Milliarden Euro erhöht.

Diekmann sagte, 2009 sei ein erfolgreiches Jahr für die Allianz gewesen, aber "die Finanzkrise hat ohne Zweifel unser Ergebnis beeinflusst." Die Wirtschaftskrise belastete Umsatz und Gewinn im wichtigsten Geschäftsfeld, der Schaden-Unfall-Versicherung - das operative Ergebnis brach um 28 Prozent ein von 5,6 auf 4,1 Milliarden Euro. Die Kosten-Schaden-Quote verschlechterte sich auf 97,4 Prozent. Die Versicherungen in Deutschland und Frankreich sowie die Kreditversicherung stünden weiterhin unter Druck, aber die Entwicklung sei poitiv, sagte Allianz-Vorstand Oliver Bäte.

Die Lebens- und Krankenversicherung dagegen wuchs und verdoppelte ihren Betriebsgewinn auf 2,8 Milliarden Euro. Entscheidend für diesen Sprung sei das bessere Anlageergebnis gewesen, erklärte die Allianz.

Auch die Vermögensverwaltung legte kräftig zu, das operative Ergebnis stieg um 51 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro. Das Bankgeschäft und die operativen Investments machten dagegen einen operativen Verlust von 1,0 Milliarden Euro. Die Allianz hält zehn Prozent an der Commerzbank, die die Dresdner Bank übernommen und hat und für das vergangene Jahr rote Zahlen auswies.

APN APN

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