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Nachfolger von Axel Weber: Merkels Berater soll Bundesbank-Chef werden

Der Wirtschaftsberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat beste Chancen, neuer Bundesbank-Präsident zu werden. Medieninformation zufolge ist es nur noch Formsache, dass Jens Weidmann die Nachfolge von Axel Weber antritt.

Das Bundeskabinett wird nach einem Zeitungsbericht am Mittwoch voraussichtlich den bisherigen Wirtschaftsberater von Kanzlerin Angela Merkel, Jens Weidmann, zum neuen Bundesbank-Präsidenten küren. Die "Bild"-Zeitung berichtete am Dienstag, für Merkel stehe es "so gut wie fest", dass ihr 42-jähriger Chef-Wirtschaftsberater zum 1. April an die Spitze der Notenbank aufrücken werde.

Dort solle er die Nachfolge des jetzigen Amtsinhabers Axel Weber antreten, der seinen Rückzug angekündigt hatte . Allerdings will Merkel der Zeitung zufolge noch die Unterstützung von FDP-Chef Guido Westerwelle und "wohl auch" der SPD-Spitze einholen. Die FDP-Spitze hält Weidmann für einen guten Kandidaten. Sollte sich Merkel für den 42-Jährigen entscheiden, wäre dies "eine respektable Möglichkeit", verlautete aus der Parteiführung der Liberalen. Wichtig sei, dass der neue Mann an der Spitze eine Bundesbank-Prägung habe. Dies trifft auf Weidmann zu, der bereits Abteilungsleiter für Geldpolitik in der Notenbank war und beim scheidenden Bundesbank-Chef Axel Weber studierte.

Weidmann gilt bereits seit Tagen als Favorit für die Nachfolge Webers, der sein wissenschaftlicher Ziehvater war. Weidmann war 2006 ins Kanzleramt gekommen und war einer der entscheidenden Personen, die dafür sorgten, das Deutschland relativ glimpflich durch die größte Wirtschafts- und Finanzkrise der letzten Jahrzehnte gekommen war.

bla/Reuters/DPA / DPA / Reuters