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Nutzwert: So machen Sie mehr aus Ihrem Geld

Sie haben sich Ihr Geld verdient - wenn Sie unsere Do's und Dont's im Geldalltag beachten, dann haben Sie vielleicht ein wenig mehr Mühe, behalten aber langfristig auch mehr.

PLUS

* Zu jedem Girokonto gehört ein Tagesgeldkonto. Geld, das Sie in der nächsten Zeit nicht brauchen, bringt dort bis zum Einsatz Zinsen. Einziger Aufwand: Sie müssen vielleicht aktives "Geld-Management" betreiben (zwei bis drei Kontoauszüge, ein bis zwei Umschichtungen zwischen den Konten pro Monat).

* Dauerhafte Nutzung des

Dispokredits

ist teuer. Entweder den Dispo zügig zurückfahren oder über die Möglichkeit eines Ratenkredits nachdenken.

* Für alle Konten, auf denen Sie Zinsen erhalten, sollten Sie einen

Freistellungsauftrag

erteilen, denn sonst wird - wie bei Ihrem Einkommen durch Ihren Arbeitgeber - gleich ein Teil der Zinsen an das Finanzamt abgeführt. Insgesamt dürfen Sie im Jahr 1.600 Euro Zinsen und Dividenden steuerfrei einnehmen (Verheiratete 3.200 Euro), deshalb können Sie Ihre Bank/en bis zu dieser Höhe von der Abführung von Steuern an das Finanzamt "freistellen", weil Sie sie mit der Steuererklärung ohnehin zurück- bekämen. Erteilen Sie nicht zu hohe Aufträge pro Bank und halten Sie sich immer noch eine Reservesumme für den Fall, dass Sie eine weitere Bankverbindung einrichten wollen. Machen Sie sich eine Liste, damit Sie den Überblick über alle erteilten Freistellungsaufträge behalten. Ist einmal Geld beim Finanzamt gelandet, weil Sie keinen Freistellungsauftrag erteilt haben, können Sie es sich mit der nächsten Steuererklärung zurückholen.

* Retten Sie Ihr

Weihnachtsgeld

! Den Effekt, dass das Weihnachtsgeld durch die jährlich im Dezember/Januar fälligen Zahlungen (Versicherungen etc.) aufgefressen wird, kennt fast jeder. Sie vermeiden dies, indem Sie die Gesamtsumme der fälligen Jahresbeträge durch zwölf teilen und diesen Betrag monatlich auf ein verzinstes Tagesgeldkonto überweisen, von dem die benötigte Summe dann am Jahresende entnommen werden kann.

MINUS

* Kartenflut. Eine bunte Reihe von Plastikkarten im Portemonnaie macht vielleicht Eindruck im Golf-Club. Mit jeder neuen Zahlungsmöglichkeit verringern Sie aber Ihre Übersicht, zahlen zusätzliche Gebühren und erhöhen Risiko und Aufwand bei Verlust.

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Bargeldabhebung mit der Kreditkarte

. Teurer geht es fast nicht, wenn man sich Bargeld beschaffen will: In der Regel wird ein Prozent Gebühr fällig, mindestens sind es aber fünf Euro. Die Begriffe "Kreditkarte" und "Bargeld" sollten Sie am besten gedanklich gar nicht zusammenbringen.

*

Bargeldabhebungen bei fremden Banken

. Das Kostenargument gilt seit Neuestem leider auch für Abhebungen mit der EC-/Maestro-Karte bei anderen Kreditinstituten. Hier haben die Banken Ihre Gebühren zum Teil auf über vier Euro angehoben. Achten Sie also immer darauf, nur in dem Verbund Geld abzuheben, dem Ihre Bank angehört. Beispielsweise haben alle Sparkassen ihre Geldautomaten füreinander kostenfrei geöffnet, alle Großbanken inklusive Postbank als "CashGroup" ebenfalls. Angaben dazu stehen in der Regel auf jedem Geldautomaten.

*

Sparen auf Kredit

. Wenn Sie dauerhaft Ihren Dispo nutzen und über das Sparen nachdenken, sollten Sie nicht automatisch einen Sparvertrag abschließen, sondern statt dessen Ihre Kredite abbauen. In dieser Situation sind die eingesparten Zinsen die beste Geldanlage (siehe auch Teil vier: Sparen).

DPA
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