Ökologisch Bauen Neue Förderprogramme für grüne Bauherren


Umweltfreundliches Bauen wird vom Staat gefördert. Seit 1. Januar gilt ein neues Förderprogramm der Kreditanstalt für Wiederabufbau - das aber an einige Voraussetzungen gebunden ist.

Im Rahmen des neuen Programms "Ökologisch Bauen" der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) können Bauherren, die in selbstgenutzte und vermietete Wohngebäude investieren und energiesparend bauen wollen, seit Jahresanfang zinsgünstige Darlehen beantragen. Der Zinssatz ist über zehn Jahre festgeschrieben.

Gefördert werden nur bestimmte Energiesparhäuser

Die Kredite sind jedoch an einige Voraussetzungen gebunden. Gefördert werden nur die KfW-Energiesparhäuser 40 und 60 sowie Passivhäuser. Bei KfW-Energiesparhäusern 40 darf der Jahres-Primärenergiebedarf maximal 40 Kilowattstunden je Quadratmeter Gebäudenutzfläche betragen. Entsprechend liegt bei KfW-Energiesparhäusern 60 dieser Wert bei höchstens 60 Kilowattstunden.

Voraussetzung für die Förderung von Passivhäusern ist, dass der Jahres-Primärenergiebedarf maximal 40 Kilowattstunden je Quadratmeter Gebäudenutzfläche und der Jahres-Heizwärmebedarf höchstens 15 Kilowattstunden je Quadratmeter Wohnfläche betragen.

Nachweis eines Sachverständigen

Diese Faktoren müssen von einem Sachverständigen nachgewiesen werden. Eine weitere Voraussetzung für die Förderung von KfW-Energiesparhäusern 40 und Passivhäusern besteht darin, dass sie von Fachunternehmen errichtet werden müssen. Die Förderung bei den KfW-Energiesparhäusern 40 und 60 sowie Passivhäusern beträgt 100 Prozent der Bauwerkskosten, jedoch nicht mehr als 50.000 Euro je Wohneinheit.

Das Programm "Ökologisch Bauen" unterstützt Bauherren auch beim Einbau von Heizungstechnik auf der Basis erneuerbarer Energien, Kraft-Wärme-Kopplung und Nah-/Fernwärme bei Neubauten. Gegenüber dem alten Programm gibt es jetzt einige Änderungen. So werden keine Niedrigtemperaturheizungen mehr gefördert, dafür aber zusätzlich Abluftanlagen mit geregelten Außenwandluftdurchlässen. Neu ist auch, dass beim Einbau der Heizung immer ein hydraulischer Abgleich vorzunehmen ist.

Förderantrag noch vor Baubeginn

Unverändert ist die Finanzierung von solarthermischen Anlagen, Biomasseanlagen, Holzvergaser-Zentralheizungen, Wärmepumpen, Erdwärmeübertragern, Anlagen mit Kraft-Wärmekopplung, Wärmeübergabestationen sowie vom Rohrnetz bei Nah- und Fernwärme. Der Einbau von Heizungstechnik wird von der KfW mit 100 Prozent der Investitionskosten, maximal 50 000 Euro je Wohneinheit gefördert.

Den Antrag auf einen KfW-Kredit müssen Bauherren vor dem Beginn der Bauarbeiten bei ihrer Hausbank stellen. Die Auszahlung des Darlehens erfolgt bei KfW-Energiesparhäusern 40 und Passivhäusern zu 100 Prozent, bei KfW-Energiesparhäusern 60 und Heizungstechnik zu 96 Prozent. Die Kredite können auf einmal oder in maximal vier Teilbeträgen abgerufen werden.

Reiner Fischer/DDP DDP

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker