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Kommentar

Hochbegabung: Endlich sollen die Klügsten gefördert werden – gut so!

Das Förderprogramm für begabte Schüler ist begrüßenswert. Und überfällig. Der Umgang mit dem klügsten Nachwuchs ist bislang eine Schande gewesen. Das liegt auch an einem verknöcherten linken Bildungsideal.

Hochbegabte Schüler

Schule in Deutschland ist oft ein Ort, an dem Talente verkümmern, statt gefördert zu werden

Bravo. Endlich trauen sich die deutschen Bildungspolitiker, einen eklatanten Missstand in der Schulpolitik anzugehen: Die Kultusministerkonferenz hat ein 125 Millionen Euro schweres Förderprogramm für begabte Schüler beschlossen. 300 Pilot-Schulen im ganzen Land sollen über fünf Jahre Konzepte entwickeln. Das Projekt wird von Bildungsforschern wissenschaftlich begleitet. Am Ende soll es einen einheitlichen Leitfaden für eine effektive Begabtenförderung geben.

Die existiert nämlich bislang faktisch nicht - und das ist eine Schande. Seit dem Pisa-Schock im Jahr 2000 hat sich die deutsche Bildungspolitik mit viel Geld und großem Aufwand um die schwachen und sozial benachteiligten Schüler gekümmert. Wir erinnern uns: Ein Ergebnis der ersten Pisa-Studien zeigte, dass in Deutschland die soziale Herkunft maßgeblich über den Erfolg in der Schule entscheidet. Die Pisa-Ergebnisse von 2012 haben gezeigt, dass auf diesem Feld durchaus Erfolge zu verzeichnen sind. Das ist lobenswert.

Begabte werden systematisch vernachlässigt

Doch die einseitige Ausrichtung auf schwache Schüler ist ein großer Irrtum, der sich offensichtlich unter deutschen Bildungspolitikern herumgesprochen hat. Der Grund für die Vernachlässigung lag bisher nicht nur in einer ideologischen Ablehnung eines Elitebegriffes, sondern auch an schlichter Unkenntnis, wie Hochbegabung zu erkennen ist. Sie ist nicht an einem Intelligenzquotienten von mindestens 130 festzumachen, sondern in ihren Erscheinungsformen vielfältiger.

Überdurchschnittlich kluge Kinder ticken häufig anders, sie haben oft andere Bedürfnisse und Verhaltensweisen als die meisten Gleichaltrigen. Konventioneller Unterricht in überfüllten Klassenräumen und unwissende Lehrer versagen hier meist. Wenn es das Ziel einer Begabtenförderung gibt, existiert sie nur auf dem Papier. So ist es zum Beispiel in Hamburg der Fall, wo keine staatliche Schule eine Begabtenförderung hat, die den Namen verdient, obwohl sie im Schulgesetz festgeschrieben ist. Es reicht nicht aus, dem Schüler nur Extra-Aufgaben zu geben oder ihn am Nachmittag in eine Physikgruppe mit Älteren zu stecken. Auch simples Klassenüberspringen ist nicht das Allheilmittel. 

Darüber hinaus gibt es Teilbegabte, Hochsensible und viele verschiedene Arten von Talenten – unabhängig von der sozialen Herkunft. Es ist ein weites Feld. Für viele begabte Kinder wird Schule, so wie sie in Deutschland real existiert, allzu oft zur Qual. Und für die Eltern gleich mit. Und zu einem Ort, an dem sie sich unendlich langweilen und Talente und Begabungen verkümmern.

Ideologische Verblendung hilft nicht weiter

Deshalb ist es begrüßenswert, dass der Bund endlich Geld in die Hand nimmt, um diesen Missstand abzuschaffen. Damit allein ist es aber nicht getan. Solch ein Projekt wird nur erfolgreich funktionieren, wenn Lehrer und Pädagogen verstehen, worum es geht. Tatsache ist, dass viele schlicht keine Ahnung von dem Thema haben.

Die Erziehungsgewerkschaft GEW, Linke und Grüne haben sofort Kritik an dem Förderprogramm angemeldet. Sie fordern unisono Mittel zur Förderung aller Schüler, insbesondere benachteiligter Kinder. Dass für diese Gruppe längst sehr viel getan wird, sagen sie nicht. Es ist dieses veraltete, ideologisch verblendete Denken, das einem Erfolg am meisten im Weg steht. Sinnvoller ist der Vorschlag des Vorsitzenden des Deutschen Philologenverbands, Heinz-Peter Meidinger: "Jede Schule sollte einen eigenen Begabtenbeauftragten haben." Es wäre ein Anfang.

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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.