HOME

ARD Geld-Check: Tricks beim Onlinekauf: So finden Sie den günstigsten Preis

Wer die richtigen Tricks kennt, kann beim Onlineshopping viel Geld sparen. Welcher Wochentag ist für welche Produkte der günstigste? Sind die Preise auf dem Smartphone andere? Der Geld-Check der ARD liefert Antworten.

ARD Geld-Check

Die Geld-Checker der ARD haben Onlineshopping-Tricks recherchiert

Onlineshopping ist nur auf den ersten Blick übersichtlich. Zwar kann man mit wenigen Klicks zig Angebote vergleichen und den vermeintlich günstigsten Preis finden. Doch ob es sich wirklich um ein Schnäppchen handelt, ist längst nicht ausgemacht. Denn ständig ändern sich online die Preise: Was heute günstig erscheint, kann morgen schon teuer sein. Und auch die Wahl des Gerätes, mit dem man online einkauft, kann den angezeigten Preis beeinflussen.

Die ARD hat für ihren "Geld-Check" verschiedene Preisexperten besucht und sich in die Tricks der Onlinepreise einweihen lassen.

Ist online immer günstiger?

Um zu checken, ob es nicht auch im Laden günstiger sein kann, läuft ARD-Moderator Roberto Cappelluti acht Stunden durch die Stadt, um den günstigsten Preis für drei Produkte zu finden: ein Parfüm, eine Küchenmaschine und eine Kamera. Der Vorteil im Laden: Manche Händler lassen mit sich handeln. So geht der Parfümverkäufer auf Nachfrage zehn Prozent von seinem Preis herunter - statt 112 Euro kostet der Männerduft von Chanel nur noch 100,80 Euro. Allerdings: Online gibt's das gleiche Produkt am selben Tag für 91,90 Euro. Und wer ein bisschen Geduld hat, kann online noch günstiger zuschlagen. Der Preisbeobachtungsdienst Spottster verfolgt die Angebote über einen Monat und notiert den günstigsten Preis bei 74,70 Euro.

Auch bei den anderen beiden Produktbeispielen ist online günstiger: Die Küchenmaschine gibt's im Laden nicht unter 599 Euro, online liegt der günstigste Preis bei 419 Euro. Und die Kamera handelt Cappeluti zwar mit Verweis auf die Konkurrenz im Netz noch heftig herunter: von 529 Euro auf 475 Euro. Doch online gibt's das Modell für nur 329 Euro. Allerdings nur für ganz kurze Zeit, denn bei Elektronik schwanken die Onlinepreise besonders stark.

Paketebote

Welcher Wochentag ist der günstigste?

Wer den günstigsten Onlinepreis erzielen will, muss die Preise über einen längeren Zeitraum vergleichen oder Tools nutzen, die das für einen erledigen. Und wenn man dazu keine Lust hat? Auch für Spontankäufer hat die Expertin des Preisbeobachtungsdienstes Spottster ein paar hilfreiche Faustregeln parat. Denn im Schnitt sind manche Produkte an bestimmten Wochentagen günstiger als an anderen.

So sollen Haushaltswaren am Wochenanfang besonders günstig sein. Dienstags gibt es Kleidung, Schmuck und Elektronik günstiger. Am Mittwoch lohnt es sich, nach Sportsachen Ausschau zu halten und am Donnerstag nach Wein. Freitags sind Brillen und Medikamente angesagt und am Wochenende gibt es Schnäppchen bei Möbeln und Beautyprodukten.

Ist Shopping auf dem Smartphone teurer?

Die Internetpreise schwanken aber nicht nur von Tag zu Tag (oder sogar noch häufiger), sondern teilweise auch je nach verwendetem Gerät. Auf einer Flugvergleichsseite suchen die ARD-Checker einen Flug von Düsseldorf nach Barcelona. Das Smartphone spuckt als günstigsten Preis 128,91 Euro aus, der PC zeigt dagegen den gleichen Flug ab 89 Euro an - ein Unterschied von rund 40 Euro.


Gleiches bei der Hotelsuche: Auch hier ist das Zimmer wesentlich teurer, wenn es via Smartphone gebucht wird. "Man hat festgestellt, dass Smartphone-Nutzer  grundsätzlich schneller Entscheidungen treffen, schneller in Zeitdruck geraten. Und deshalb nicht so sehr die Preise vergleichen.", sagt Helga Zander-Hayat vom Sachverständigenrat für Verbraucherfragen den ARD-Geldcheckern. Sie sieht diese Entwicklung hin zu personalisierten Preisen kritisch.

So können Firmen beispielsweise von jemand, der in München wohnt und mit einem Apple-Gerät einkauft, einen höheren Preis verlangen, als von einem Android-Nutzer vom Land - wenn sie vermuten, dass der eine bereit ist mehr zu zahlen als der andere. Und der Kunde aus München merkt noch nicht einmal, dass er mehr zahlen muss.

"Der Geld-Check" läuft am Montag um 20:15 Uhr im Ersten und ist danach in der ARD-Mediathek abrufbar.


Themen in diesem Artikel