Prinzip Hoffnung Wirtschaft kann zur Konfliktvermeidung beitragen


Der Weltsicherheitsrat hat sich erstmals in einer Sondersitzung mit der Frage befasst, welchen Beitrag die Wirtschaft zur Konfliktvermeidung in Krisenregionen leisten kann.

Der Weltsicherheitsrat hat sich erstmals in einer Sondersitzung mit der Frage befasst, welchen Beitrag die Wirtschaft zur Konfliktvermeidung in Krisenregionen leisten kann. Einigkeit herrschte unter den Sitzungsteilnehmern, dass vor allem Arbeitsplätze eine entscheidende Rolle spielen. Siemens-Chef Heinrich von Pierer und Weltbank-Präsident James Wolfensohn machten am Donnerstagabend (Ortszeit) deutlich, dass durch einen Arbeitsplatz neue Lebenschancen und Zukunftshoffnungen entstehen können.

Jobs bringen Zukunftshoffnung

Hoffnungslosigkeit sei dagegen nicht nur ein Nährboden für Kriege, sondern treibe die Menschen auch in Anarchie und Terrorismus. UN-Generalsekretär Kofi Annan pflichtete Pierer zwar bei, dass Unternehmen durch Investitionen und das Bereitstellen von Arbeitsplätzen Staaten helfen können, Kriege und Instabilität zu überwinden. Gleichwohl betonte er, dass Konzerne auch zur Verschärfung von Konflikten beitragen können. Sei es durch das Ausbeuten von Bodenschätzen, mit denen Kriege finanziert werden. Sei es durch das Herstellen von Waffen, mit denen Kriege geführt werden.

Weiter sagte Annan, die Gewinne von Unternehmen könnten nicht länger von den Schlüsselzielen der Vereinten Nationen getrennt werden, nämlich von Frieden, Fortschritt und Gerechtigkeit. Auch Pierer forderte, es müsse mehr getan werden, damit die Menschen in manchen Ländern sich nicht von den Vorteilen der Globalisierung ausgeschlossen fühlten.

DPA

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