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Quartalsbericht: Post mit Umsatz- und Gewinnwachstum

Die Deutsche Post konnte trotz der Portosenkung im ersten Quartal 2003 beim Ertragsbringer Brief Umsatz und Gewinn steigern und hat damit die Ergebnis-Erwartungen der Analysten übertroffen.

Das gute Ergebnis des ersten Quartals 2003 lässt hoffen: Im Gesamtjahr will der Bonner Konzern ein betriebliches Ergebnis von mindestens 2,8 Milliarden Euro einfahren. Post-Chef Klaus Zumwinkel erklärte bei der Vorlage der Geschäftsdaten am Mittwoch in Bonn, angesichts guter Zahlen und des erfolgreichen Wertsteigerungs- und Sparprogramms Star sei der Konzern "überzeugter denn je, die weltweit führende Position in der Logistik einnehmen zu können". Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (Ebita) ist in den ersten drei Monaten dieses Jahres auf 951 (906 Millionen Euro auf vergleichbarer Basis) gestiegen. Damit lag es über den Erwartungen der Analysten, die im Durchschnitt mit einem Ebita von 891 Millionen Euro gerechnet hatten.

Umsatzzuwachs minimal unter Erwartung

Das Star-Programm hat einen Ergebnisbeitrag von 93 Millionen Euro geliefert, hieß es. Der Umsatz legte auf 9,773 Milliarden Euro von 9,7 Milliarden Euro im gleichen Vorjahreszeitraum zu. Analysten hatten hier mit zehn Milliarden Euro gerechnet. Der Überschuss kletterte auf 510 (417) Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie stieg entsprechend von 0,37 Euro auf 0,45 Euro.

Hohe Erwartungen an das Gesamtjahr

Im Gesamtjahr rechnet die Post nicht mit einer Verbesserung des angespannten weltwirtschaftlichen Umfelds. Trotz schwieriger konjunktureller Rahmenbedingungen und der Portosenkung rechnet die Post 2003 indes mit einem Ebita von mindestens 2,8 Milliarden Euro nach 2,969 Milliarden Euro im Vorjahr. Die Post erwartet dabei in allen Sparten mit Ausnahme des Bereichs Brief Margensteigerungen im Vergleich zu 2002.

Umsatzsteigerung trotz Portosenkung

In den ersten drei Monaten konnte der Unternehmensbereich Brief trotz der von der Regulierungsbehörde verordneten Portosenkung für die wichtigsten Briefprodukte den Umsatz auf 3,017 (3,005) Milliarden Euro steigern. Beim Ergebnis zeigte die Portosenkung indes Wirkung: Das Ebita lag bei 757 (778) Millionen Euro. Deutliche Ergebnissteigerungen verbuchte die Post im Unternehmensbereich Express: Hier kletterte das Ebita um 88,4 Prozent auf 81 (43) Millionen Euro.

Wahrscheinlich kommt Herabstufung

Eine wichtige Rolle dürften Ausblick und Quartalszahlen auch bei der Bonitätsbewertung des Gelben Riesen durch S&P spielen, die Branchenkreisen zufolge wohl Mitte Mai abgeschlossen werden dürfte. Zumwinkel hatte bereits angekündigt, er gehe von einer Herabstufung aus. "Es geht also ein oder zwei Notches runter", hatte er gesagt. S&P hatte im Februar angekündigt, neben anderen Konzernen auch die Post wegen Unterdeckung ihrer Pensionsverpflichtungen auf die Beobachtungsliste mit negativem Ausblick zu setzen. Eine Absenkung werde vor allem "psychologische Wirkung" für die Post-Aktie zeigen, hatten Analysten gesagt.