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REISE: Wenn der Koffer eine Reise tut...

Wenn sich Gepäck und Reisender irrtümlich in unterschiedlichen Flugzeugen befinden, ist Ärger programmiert. Wir sagen Ihnen, was in diesen Fällen zu tun ist.

Kann ein Reisender seinen Koffer auf dem Gepäcklaufband am Zielflughafen nicht entdecken, muss er noch lange nicht verzweifeln. Die Fluglinien unterhalten bei der Ankunft spezielle Schalter, bei denen ein Verlust angemeldet werden kann, wie der ADAC in München betont. Wer sein Gepäck mit einem Kofferanhänger markiert hatte oder Detailangaben über Farbe und Material machen kann, ist im Vorteil - vor allem, wenn das gute Stück mit Vergleichsdaten per Computer gesucht wird.

Detaillierte Schilderungen helfen

Helfen diese Angaben nicht weiter, sollte man auch über den Inhalt des Koffers genau Bescheid wissen, auffällige Kleidung oder Souvenirs detailliert beschreiben können. Wird der Koffer aufgespürt, wird er in der Regel kostenfrei »hinterhergeschickt« und in manchen Fällen sogar nach Hause geliefert.

Fehlt das Gepäck mitsamt Garderobe am Zielort der Reise, kann es für einen Urlaubsreisenden sehr unangenehm werden. Je nach Liniengesellschaft bekommt der Fluggast als erste Hilfe bis zu 500 Mark Überbrückungsgeld, so der ADAC. Reisende müssten allerdings manchmal viel Geduld und Hartnäckigkeit aufbringen, um an das Geld zu kommen. Der »Zuschuss« zum Nachkauf von Kleidung und Toilettenartikeln muss nicht zurückgezahlt werden.

53,50 Mark Schadenersatz pro Kilo

Bleibt der Koffer trotz intensiver Suche verschwunden, hat der Fluggast nach internationalem Recht Anspruch auf 53,50 Mark Schadenersatz pro Kilo durch die Airline. Bei Pauschalreisen muss der Reiseveranstalter einspringen und die Kosten übernehmen. Daher sollte ein Geschädigter möglichst schnell bei der Resieleitung nach Geld oder Gutscheinen fragen. Ist keine Reiseleitung vor Ort, muss er versuchen, den Veranstalter per Telefon oder Tax zu erreichen, um seine Ansprüche anzumelden, wie der ADAC erläutert.

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