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Schweizer Großbank: Credit Suisse meldet Gewinnsteigerung

Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat im ersten Quartal ihren Gewinn auf 2,1 Milliarden Franken (1,47 Milliarden Euro) gesteigert. Das sind 100 Millionen Franken mehr als im ersten Quartal 2009. Der Gewinn bewegt sich im Rahmen der Analysten-Erwartungen.

Die Schweizer Großbank Credit Suisse hat im Auftaktquartal 2010 einen Milliardengewinn erzielt und dabei vom regen Zufluss an Gelder reicher Kunden profitiert. Während das Geschäft mit Anleihen, Aktien und Devisen florierte, konnte das Institut im Investmentbanking allerdings nicht wieder an den Boom des ersten Quartals 2009 anknüpfen.

Der Reingewinn kletterte im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres auf 2,1 Milliarden Franken von rund 800 Millionen Franken im Vorquartal, wie die zweitgrößte Schweizer Bank am Donnerstag mitteilte. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahresquartal fiel die Gewinnsteigerung mit zwei Prozent aber vergleichsweise gering aus. Konkurrenten wie JP Morgan und Goldman Sachs hatten ihre Gewinne im Jahresvergleich deutlich stärker gesteigert. Credit Suisse hatte allerdings die Finanzkrise früher als andere internationale Geldhäuser hinter sich gelassen und schon im ersten Quartal 2009 wieder gut verdient.

In der Zwischenzeit haben die Konkurrenten aufgeholt und für Credit Suisse sprudelten im Investmentbanking die Erträge nicht mehr so reichlich wie vor einem Jahr. Der Nettoertrag sank im ersten Quartal im Jahresvergleich um 19 Prozent auf 5,2 Milliarden Franken, der Vorsteuergewinn ging um 26 Prozent auf 1,8 Milliarden Franken zurück.

Dafür konnte Credit Suisse trotz der Erosion des Bankgeheimnisses und der Affäre um gestohlenen Bankdaten in der Vermögensverwaltung punkten. Insgesamt flossen der Bank in den ersten drei Monaten 2010 Netto-Neugelder von 26 Milliarden Franken zu. Analysten hatten lediglich 16 Milliarden erwartet. Das Private Banking kam auf 18,6 Milliarden Franken.

Beim Schweizer Branchennachbar UBS, der für das erste Quartal einen Vorsteuergewinn von mindestens 2,5 Milliarden Franken in Aussicht gestellt hat, hatten reiche Kunden im ersten Quartal noch netto 18 Milliarden Franken an Vermögen abgezogen.

Für die Zukunft zeigte sich Credit-Suisse-Chef Brady Dougan zurückhaltend. "Das Marktumfeld im zweiten Quartal 2010 hat sich bis anhin im Vergleich zum ersten Quartal 2010 nicht wesentlich verändert", sagte er.

Reuters/APN / Reuters