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Zahlungssystem: EU verlängert Übergang zum Sepa-Verfahren

Ursprünglich sollte das neue Zahlungssystem Sepa zum 1. Februar einheitlich eingeführt werden. Die EU-Kommission sieht jedoch einen reibungslosen Übergang noch nicht gewährleistet.

Die EU-Kommission hat entschieden, die Übergangsfrist auf das Sepa-Zahlungssystem um sechs Monate zu verlängern. Der zuständige EU-Kommissar Michel Barnier erklärte, man wolle dadurch verhindern, dass es zu Unterbrechungen im Zahlungsverkehr komme. EU-Staaten und das Europaparlament müssen dem Schritt noch zustimmen.

Bisher sollte das Sepa-Zahlungssystem zum 1. Februar europaweit in Kraft treten. Die Umstellung sei nicht weit genug fortgeschritten, um einen "reibungslosen Übergang" zu ermöglichen, hieß es aus Brüssel.

Sepa ist der aus 33 Staaten bestehende einheitliche Euro-Zahlungsverkehrsraum. Dazu gehören die 28 EU-Staaten sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und Monaco.

Deutsche Kunden müssen sich nur zwei neue Ziffern merken

Ziel der Umstellung ist eine Vereinfachung des grenzüberschreitenden Zahlungsverkehrs. Mit Sepa ändern sich die Bankverbindungsdaten: Die bisherigen Kontonummern und Bankleitzahlen werden abgeschafft und durch neue internationale Kontonummern ersetzt, die sogenannten IBAN (englisch: International Bank Account Numbers). Diese bestehen aus 22 Stellen.

Für deutsche Bankkunden beginnt die IBAN mit DE, es folgen zwei neue Ziffern - dann die altbekannte Bankleitzahl und Kontonummer. Bei inländischen Überweisungen reicht nach der Umstellung die Angabe der internationalen Kontonummer, kurz IBAN. Für Sepa-Überweisungen ins europäische Ausland ist vorerst neben der IBAN auch die internationale Bankleitzahl BIC erforderlich.

nck/AFP/DPA / DPA
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