Zwischenbilanz Adidas erwartet 2003 Gewinnsprung von zehn Prozent

Nach einem satten Gewinnplus im Startquartal 2003 soll es genauso erfolgreich weiter gehen: Hersteller Adidas-Salomon erwartet 2003 um zehn bis 15 Prozent mehr Gewinn - auch wenn das US-Geschäft lahmt.

Nach einem satten Gewinnplus im Startquartal 2003 sieht sich der Sportartikel-Hersteller Adidas-Salomon weiter auf Erfolgskurs. Der Gewinn soll 2003 um zehn bis 15 Prozent zulegen, bestätigte Firmenchef Herbert Hainer in Herzogenaurach seine frühere Prognose. Im ersten Quartal kletterte der Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent auf 51 Millionen Euro. Wachstum verbuchte der Konzern in Europa und Asien. In Nordamerika, dem größten Sportmarkt der Welt, schrumpfte dagegen das Geschäft.

Fit für weiteres Wachstum

Angesichts der hohen Auftragsbestände und positiver Gespräche mit Einzelhändlern fühlt sich der fränkische Konzern fit für weiteres Wachstum im laufenden Jahr. Trotz Konsumflaute werde der Umsatz bereinigt "mindestens um fünf Prozent" steigen, kündigte Hainer an.

Umsatzrückgang in den USA

In Nordamerika wurden dem Firmenchef zufolge bereits mehrere Initiativen gestartet, um das lahmende Geschäft wieder flott zu machen. Im wettbewerbsintensiven Markt USA schrumpfte der Umsatz im ersten Quartal um 15 Prozent auf 405 Millionen Euro. Wegen des Irakkriegs und der Konjunkturflaute seien die Verbraucher zurzeit nervös und vorsichtig, sagte Hainer. Zudem habe man die Kunden mit höheren Preisen vor den Kopf gestoßen.

Europa war der Umsatzbringer

In Europa, dem Hauptmarkt für Adidas-Salomon, verbesserte sich der Umsatz um zehn Prozent auf 933 Millionen Euro. "Europa war der Star des Quartals", sagte der Firmenchef. In Italien, Deutschland und Großbritannien habe das Geschäft weiter zugelegt. Im laufenden Jahr sollen zudem die Kosten weiter gedrückt werden.

Asien legte zu

Im Wachstumsmarkt Asien kletterte der Umsatz um acht Prozent auf 281 Millionen Euro. Als Risiko wertete Hainer die Ausbreitung der Lungenkrankheit SARS. Adidas-Salomon fertigt vorwiegend in Asien. Insgesamt legte der Umsatz des zweitgrößten Sportartikel-Herstellers der Welt von Januar bis Ende März auf 1,669 Milliarden Euro zu. Das entspricht einer Steigerung von zwei Prozent, bereinigt um Währungseffekte des harten Euros von zwölf Prozent. Vor allem Schuhe liefen gut.

Kernmarke läuft gut

Die Kernmarke Adidas legte beim Umsatz sechs Prozent auf 1,405 Milliarden Euro zu. Vor allem Artikel für Laufsport, Fußball und Basketball trugen zum Plus bei. Die Auftragsbestände bei Adidas gingen um zwei Prozent zurück, währungsbereinigt kletterten sie um neun Prozent. Beim Wintersportartikel-Hersteller Salomon stieg der Umsatz um ein Prozent auf 124 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis des Konzerns verbesserte sich um 23 Prozent auf 98 Millionen Euro. Adidas-Salomon mit Sitz in Herzogenaurach beschäftigt rund 14.700 Mitarbeiter weltweit.


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