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China: Mann ohne Arme bekommt keinen Kredit, weil er keine Fingerabdrücke abgeben kann

Dass eine Bank ihrem Kunden den Kredit verweigert, kann schon mal vorkommen. In China musste sich ein Mann jetzt allerdings eine sehr skurrile Begründung anhören, warum seine Unterschrift nicht rechtskräftig sei.

China Haus Kredit

Einem Mann ohne Arme wurde der Kredit auf ein Haus verwehrt - mit einer ungewöhnlichen Begründung (Symbolbild)

Der Kreditantrag eines Chinesen in Zhengzhou wurde laut eines Berichts von "China Daily" von mehreren Banken mit einer eher ungewöhnlichen Begründung abgelehnt: Weil der 25-Jährige keine Arme habe, sei er schließlich nicht in der Lage, die erforderlichen Fingerabdrücke abzugeben. 

Der Mann habe beide Arme im Alter von fünf Jahren durch einen schweren Elektroschock verloren. Laut des Berichts sei er in der Lage, seine Unterschrift mit einem Stift im Mund zu leisten - allerdings sei diese ohne Fingerabdrücke des Antragstellers nicht rechtskräftig. "Unterschriften können gefälscht werden", so ein Bankangestellter gegenüber lokalen Medien, "aber ein Fingerabdruck lässt sich nicht einfach kopieren."

China: Viel Unverständnis für die Banken

Im Netz sei die Meldung auf weit verbreitetes Unverständnis gestoßen, viele User hätten die Begründung laut "China Online" im speziellen Fall für unbegründet gehalten. Daraufhin hätten einige Banken, die den Mann abgewiesen hatten, ihre Entscheidung revidiert. Zur gleichen Zeit habe das Bauverwaltungsamt - das ebenfalls häufig Fingerabdrücke bei Vertragsabschlüssen einfordere - in einem Statement darauf verwiesen, dass es für Menschen mit Einschränkungen spezielle Möglichkeiten anbiete, um derartige Probleme zu umgehen.

tim
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