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Ort im Art-Deco-Stil: Mit Bar, Forellenteich und Luxushotel: Tasmanisches Dorf zu verkaufen

Warum ein Haus kaufen, wenn man gleich ein ganzes Dorf bekommen kann? In Australien sucht ein Ort samt Kirche, Tagungszentrum und Luxushotel einen neuen Besitzer. Das Art-Deco-Dorf soll "nur" 7,5 Millionen Euro kosten.

Australier verkauft ganzes Art-Deco-Örtchen mit Kirche und Bar

Für 7,5 Millionen Euro steht ein Dorf auf der Insel Tasmanien zum Verkauf.

In Australien steht ein ganzes Örtchen aus den 30er Jahren im Art-Deco-Stil für umgerechnet 7,5 Millionen Euro zum Verkauf. In Tarraleah auf der Insel Tasmanien gibt es neben 33 Häusern eine Kirche, eine Schule und eine Bar, wie Immobilienmakler John Blacklow anpreist. "Wir hatten schon Anfragen aus den Niederlanden, China, Hongkong und Singapur", sagte er der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Der Ort liege malerisch in den Bergen, rund 126 Kilometer südlich der Inselhauptstadt Hobart. Der verlangte Preis für die 145 Hektar mit allen Einrichtungen: elf Millionen australische Dollar.


Dorfbewohner sind fortgezogen

Das Städtchen wurde einst für Arbeiter gebaut, die in der Nähe einen Staudamm errichteten und betrieben. In den 1990er Jahren wurde der Damm automatisiert, die Arbeitsplätze fielen weg, und die Bewohner zogen fort.

Besitzer Julian Horner hat die Häuser restauriert und den Ort für Besucher hergerichtet, mit einem kleinen Luxushotel und vielen weiteren Übernachtungsmöglichkeiten sowie einem Tagungszentrum und einem Forellenteich zum Fischen. 

Immer wieder gibt es solche verlassenen Ortschaft. Meist ist die angesiedelte Industrie abgewandert - und schlichtweg eingebrochen. Ohne Arbeit hielt es die Menschen selten in den Orten. Eines dieser Städte ist die Geisterstadt Kitsault in Kanada. Einst wurden dort Schmiermittel produziert - heute ist die Stadt verlassen. Allerdings werden die Grünflächen weiterhin gepflegt, viele Häuser sind noch mit Möbeln eingerichtet. Vor dem Supermarkt befinden sich sogar noch Einkaufswagen. Lediglich die Bewohner fehlen.

In China gibt es dazu noch ein weiteres Phänomen: Städte, die im Rekordtempo errichtet wurden, aber in denen nie jemand gelebt hat. Meist entstanden die Planungen ohne den realen Wirtschaftsaufschwung einzubeziehen.

kg
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