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Alle drei Minuten wird eingebrochen: Alarmanlagen? Die ziehen Einbrecher erst an!

Statistisch räumt alle drei Minuten ein Einbrecher ein Haus oder eine Wohnung in Deutschland aus. Die Aufklärungsquote bei Einbrüchen ist gering. Die Polizei wirbt für Sicherheitstechnik und das richtige Verhalten, um Dieben zu stoppen.

Einbrecher: Schutz vor Dieben im Haus

Einbrecher scheinen vor Alarmanlagen nicht zurückzuschrecken. 

Eine Alarmanlage soll das Zuhause schützen. Dafür geben Hausbesitzer und Wohnungseigentümer viel Geld aus. Spezielle Schlösser, Fensterschutz, Lichtschranken und Alarmgeräte sollen Langfinger abschrecken. Doch das scheint offenbar kaum zu funktionieren. So saß vergangene Woche ein Ex-Einbrecher bei Maybrit Illner und verriet: "Eine normale Alarmanlage bringt fast nichts." Der ehemalige Dieb, der inzwischen als Streetworker arbeitet, erzählte: "Die zieht Einbrecher eher an. Dann weiß ich, hier gibt es was zu holen." Die Schilderungen des Mannes sind schockierend, denn organisierte Einbrecherbanden räumen Häuser aus - auch tagsüber. Und stoppen lassen sie sich offenbar nicht. 

Laut der aktuellen Einbruchsstatistik steigt alle drei Minuten ein Einbrecher in Deutschlands Häuser ein. Die Aufklärungsquote dümpelt seit Jahren um die 16 Prozent herum. Dazu kommt: Die Zahl der Einbrüche ist im vergangenen Jahr um rund 10 Prozent angestiegen. Allein 2015 klauten Diebe Technik, Schmuck, Bargeld und Co. im Wert von rund 441 Millionen Euro. Mehr Einbrüche, schwache Aufklärung - keine guten Aussichten für Immobilienbesitzer.

Türen, Fenster, Alarmanlagen  : So sichern Sie Ihr Zuhause gegen Einbrecher

Doch wie kann man sich schützen? Die Polizei versucht, mit Präventionskampagnen auf das Thema aufmerksam zu machen. Minialarmanlagen und nahezu einbruchssichere Türen und Fenster sollen die Wohnung schützen. Zwar lassen sich professionelle Einbrecherbanden kaum von mittelpreisiger Technik abschrecken - doch Gelgenheitsdiebe werden die Sicherheitstechnik kaum überlisten.

 


Gemeinsam mit Unternehmen aus der Sicherheitsbranche hat die Polizei die Initiative "K-Einbruch" ins Leben gerufen. Anhand eines interaktiven Hauses können sich Immobilienbesitzer informieren, wie Einbrecher sich überhaupt Zugang zum Haus verschaffen und wie man das Heim schützen kann. Dabei unterscheidet das Portal zwischen Neubauten und Optionen zum Nachrüsten.

Polizei: So schützen Sie sich vor Einbrechern

Auch die Stiftung Warentest hat erst kürzlich Türensicherungen getestet. Besonders erschreckend: 9 von 15 Türschlössern fielen durch. Die Polizei rät aber nicht nur zu mehr Sicherheitstechnik im Haus, sondern wirbt auch für mehr Aufmerksamkeit:

Wenn Sie Ihr Haus verlassen – auch nur für kurze Zeit – schließen Sie unbedingt Ihre Haustür ab!
- Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster!
- Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck!
- Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus!
- Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück!
- Informieren Sie bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei!
- Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit bspw. in sozialen Netzwerken oder auf Ihrem Anrufbeantworter!

Günstige Kredite für Einbruchsschutz

Die gute Nachricht: Die Zahl der gescheiterten Einbrüche ist ebenfalls gestiegen. Die Polizei führt das auf bessere Sicherungstechnik zurück. Und: Wer sein Haus nachrüsten will oder beim Neubau einen vernünftigen Einbruchsschutz haben möchte, kann dafür einen zinsgünstigen Kredit der KfW bekommen. 

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kg