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Insolvenzen: Immer mehr Privatleute gehen pleite

Die Konjunktur zieht an, den Unternehmen geht es besser, aber bei den Verbauchern sieht es finster aus: Die Zahl der Privatinsolvenzen wird in diesem Jahr vermutlich einen Rekordstand erreichen.

Immer mehr Privathaushalte in Deutschland sind vollkommen überschuldet. Der Bundesverband Deutscher Inkasso-Unternehmen (BDIU) schätzt, dass die Zahl der Privatinsolvenzen dieses Jahr auf mehr als 90 000 steigen wird - was einen Rekordstand markieren würde.

Gleichzeitig kritisierte der BDIU das Verfahren der Privatinsolvenz, das Verbraucher langsam aber sicher entschuldet. "Das eigentliche Ziel, nämlich die bestmögliche Befriedigung der Gläubigerinteressen, ist heute so weit von der Wirklichkeit entfernt wie noch nie vorher", sagte BDIU-Präsident Stephan Jender in Hamburg. In 90 Prozent der Fälle gingen die Gläubiger leer aus. Außerdem würden zwei Drittel der Verbraucher danach in die Schuldenfalle tappen. Vor allem junge Erwachsene wüssten zu wenig über finanzielle Zusammenhänge.

Firmen stehen besser da

Wesentlich optimitischer beurteilt der BDIU die Entwicklung bei den Unternehmenspleiten. Schätzungen des Verbands zufolge werden in diesem Jahr rund 34.000 Firmen zahlungsunfähig sein - etwa acht Prozent weniger als 2005. Dennoch gebe es kein Grund zur Sorglosigkeit. Nach wie vor sei die Zahlungsmoral in Deutschland mangelhaft, vor allem bei der öffentlichen Hand. "Die Liquidität vieler Firmen ist weiterhin schlecht - genauso wie das Zahlungsverhalten der Schuldner", sagte Jender. Gerade kleine Betriebe bekämen das zu spüren. Rund drei Viertel aller insolventen Firmen habe nur fünf Mitarbeiter oder weniger.

Im 1956 gegründeten BDIU sind nach eigenen Angaben bundesweit 505 der etwa 750 Inkasso-Firmen organisiert.

DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.