HOME

Immobilien: Makler berichten: So ist es, für Superreiche zu arbeiten

Superreich bedeutet auch superzickig – das könnte man vermuten. Doch Makler sagen das Gegenteil. Tatsächlich sollen die Reichen sehr einfache Kunden sein. Denn sie wissen was sie wollen, sie können es sich leisten und sie verschwenden keine Zeit.

Eine Frau badet in einem luxuriösen Pook

Wenn die Superreichen Häuser kaufen, spielen Umbaukosten für einen Penthouse-Pool keine Rolle.

Getty Images

"Die meisten von ihnen sind bodenständig und wollen wie alle anderen behandelt werden – allerdings in einem Chauffeurswagen", sagt Boris Fabrikant von "Compas" aus Manhattan zum "Business Insider" – das Portal befragte Immobilienmakler aus den USA zur Arbeit mit sehr wohlhabenden Kunden.

Barbara Leogrande von "Douglas Elliman", aus Long Island, arbeitet ebenfalls meist mit reichen Leuten. Sie sagt: "Das Geschäft ist einfach, weil ein Millionär nicht zufällig Vermögen angesammelt hat. Diese Leute haben einen Sinn für das Geschäft und verstehen die Dynamik einer Transaktion."

Die reichen Kunden kaufen die schönsten Häuser

Mehr Geld auf dem Konto kann im Immobiliengeschäft nie schaden, ergänzt Eric Goldie aus New York City. "Wenn Sie mit Kunden arbeiten, die über unendliche Mittel verfügen, wird es in gewisser Weise fast alles einfacher, weil ein paar hunderttausend Dollar keinen Unterschied machen." Für einen gewünschten Umbau habe man eine Hauptstraße in New York sperren müssen, angesichts der Mehrkosten von 100.000 Dollar habe ihr Kunde nicht einmal gezuckt. Nicht nur die Kunden, auch die Hauser, die sie kaufen, sind meist aufregender. "Die Arbeit mit Millionärs- und Milliardärskunden ist einer der aufregendsten Teile meines Jobs, wenn man die luxuriösen Häuser sieht" so der Makler Jared Barnett. 

Persönlich seien diese Leute nicht schwierig, sie schätzen allerdings keine schwierigen Geschäfte, findet Julie Brannan von Compass. "Da ihre Optionen größer sind, sind sie darauf bedacht, die richtige Wohnung zum richtigen Preis zu bekommen." Wenn nicht, würden sie einfach weggehen.

Scot Dalbery von "REAL" aus New York sagt, dass es oft die nettesten und verständnisvollsten Kunden seien. Das bedeutet aber nicht, dass alles einfach sei. Es sei dringlicher als bei anderen Kunden, ihre Bedürfnisse perfekt zu erfüllen, wenn der Deal zustande kommen soll. Er empfiehlt auch, die Worte genau zu wählen, damit man keinen Anstoß errege.

Zeit ist wertvoll

Grundsätzlich dürfe man die Reichen nicht warten lassen, findet Martin Eiden, ein Agent aus Manhattan. Man dürfe nicht ihre Zeit verschwenden und müsse begreifen, dass die Zeit der reichen Kunden wertvoller ist als die eigene. Übersetzt heißt das: Man solle sich nicht ärgern, wenn sie einen warten lassen.

Mit den ganz Reichen sei es allerdings am einfachsten, sagt Michael Bello von "REAL", New York. Denn sie kümmern sich nicht selbst um den Verkauf, sondern schicken einen Buchhalter vorbei. "Sie wollen anonym bleiben. Es kann keine besseren Kunden geben!"

Quelle: Business Insider

kra
Themen in diesem Artikel