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Nebenkosten: Betriebskosten müssen wirtschaftlich gerechtfertigt sein

Ein Vermieter darf den Mietern nur Kosten berechnen, die bei gewissenhafter Abwägung aller Umstände und bei ordentlicher Geschäftsführung gerechtfertigt sind.

Eine Verdoppelung der Hausmeisterkosten binnen eines Jahres müssen Mieter bei ihrer Betriebskostenabrechnung nicht akzeptieren. Kosten von 0,94 Euro pro Quadratmeter und Monat sind zu viel und verstoßen gegen das Wirtschaftlichkeitsgebot, teilt der Deutsche Mieterbund (DMB) in Berlin mit.

Betriebskosten in vertretbarem Ausmaß halten

Er verweist dabei auf Urteil des Amtsgerichts Leipzig (Az.: 18 C 2588/03). Danach darf ein Vermieter nur solche Kosten auf die Mieter umlegen, die bei gewissenhafter Abwägung aller Umstände und bei ordentlicher Geschäftsführung gerechtfertigt sind. Der Vermieter muss ein vertretbares Kosten-Nutzen-Verhältnis im Auge behalten. Werden diese Grenzen überschritten, ist die Umlage der entsprechenden Betriebskosten-Position nicht gerechtfertigt und der Mieter kann die Zahlung verweigern. Im Zweifel müsse der Vermieter beweisen, dass er wirtschaftlich und sparsam handelt, so der DMB.

DPA