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Germanwings-Absturz: Der Airbus A320 - besonders beliebt bei Billigfliegern

Die in Frankreich abgestürzte Maschine war ein Airbus vom Typ A320. Der ist vor allem bei Billig-Fluglinien beliebt - wegen niedriger Betriebskosten und seiner Zuverlässigkeit.

Der A320 - das erfolgreichste Modell von Airbus

Der A320 - das erfolgreichste Modell von Airbus

Der A320 ist das erfolgreichste Modell des europäischen Flugzeugbauers Airbus. Das Unternehmen will nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in den französischen Alpen so schnell wie möglich die Situation analysieren, so eine Airbus-Sprecherin in Hamburg. "Sobald wir mehr Informationen haben, machen wir das bekannt."

Niedrige Betriebskosten machen A320 so beliebt

Die Maschine mit Platz für maximal 180 Passagiere gilt als äußerst zuverlässig. Vor allem auch Billigflieger wie Germanwings schätzen das Mittelstreckenflugzeug mit einer Reichweite von bis zu 4900 Kilometern. Die maximale Reisegeschwindigkeit des A320 beträgt fast 900 Kilometer in der Stunde. Der Airbus fliegt in einer Höhe von rund 12.000 Metern. Weltweit sind rund 3700 Flugzeuge der A320-Reihe im Einsatz.

Der A320 war von Anfang an bei Fluggesellschaften sehr beliebt, da seine Betriebskosten bei der Einführung 1988 deutlich unter denen des Modells 737 vom US-Konkurrenten Boeing lagen. Die gesamte A320-Familie, zu der auch die A318, A319 und A321 gehören, hat zudem den Vorteil, dass viele Bauteile bei den verschiedenen Flugzeugtypen identisch sind und sich gleich bedienen lassen. Das spart Airlines sowohl in der Technik als auch in der Ausbildung Kosten.

Air-Berlin-Maschinen bleiben im Einsatz

Die in den französischen Alpen abgestürzte Airbus-Maschine der Lufthansa-Tochter Germanwings war mehr als 24 Jahre alt. Nach Informationen der Website Airfleets.net war die Maschine vom Typ A320 am 6. Februar 1991 an die Lufthansa ausgeliefert worden. Zwischenzeitlich war der Jet mit 147 Sitzplätzen und der Kennung D-AIPX unter dem Städtenamen "Mannheim" unterwegs. Ihren Jungfernflug hatte sie am 29. November 1990.

Air Berlin nutzt seine A320-Maschinen von Airbus auch nach dem Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich vorerst weiter. "Unser Flugbetrieb geht normal weiter", sagte ein Sprecher. "Es gibt keine weitergehenden Informationen zu Airbus-Flugzeugen." Die Flotte der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft umfasst 148 Maschinen, davon 42 des Typs A320 und 17 der Langversion A321.

yps/AFP/DPA / DPA