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Chronik des Germanwings-Absturzes: Bergungsarbeiten gehen am Mittwochmorgen weiter

In Südfrankreich ist eine Maschine der Lufthansa-Tochter Germanwings abgestürzt. Der Flug mit 150 Menschen an Bord befand sich auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf.

Eine Germanwings-Maschine des Typs Airbus A320 ist in Südfrankreich abgestürzt. Die Maschine war von Barcelona auf dem Weg nach Düsseldorf. Nach Angaben der Airline waren 150 Menschen an Bord.

Es wurden mehrere Krisentelefone eingerichtet:
Germanwings: 0800 1133 5577
Auswärtiges Amt: 030 5000 3000
Flughafen Düsseldorf: 0800 776 6350

Die Tragödie im Rückblick.

+++ 23.29 Uhr: Pilot gibt angeblich Notsignal ab +++

Kurz vor dem Absturz soll der Pilot einen Funkspruch abgesetzt haben. "Der Funkspruch Mayday ist die höchste Stufe. In diesem Fall soll es sich um ein Pan Pan Dringlichkeitssignal gehandelt haben", erklärt Jörg Handwerg (Vereinigung Cockpit e. V.) in der Sendung "Menschen bei Maischberger". Dieser werde per Funk abgesetzt und hätte bei der Flugsicherung landen müssen. "Aus diesen Kreisen hört man, dass es tatsächlich ein Signal gegeben hätte. Aus Kreisen der Airline hingegen ist das Gegenteil zu hören", sagt er.

+++ 23.18 Uhr: Arbeiten gehen am frühen Mittwochmorgen weiter +++

Schon in aller Frühe am Mittwochmorgen wollen die Einsatzkräfte ihre Arbeit an der Absturzstelle wieder aufnehmen. Zwischen 5.30 und 6 Uhr sollen dreißig Mitglieder einer Gebirgsstaffel der Polizei mit dem Hubschrauber abgesetzt werden. "Sie werden den Bereich absichern, damit die Ermittler und Experten arbeiten können", erklärt ein Vertreter der Gendarmerie. 65 Beamte seien seit dem Abend unterwegs, um einen Fußweg zu suchen. "Sie werden vor Ort ihr Lager aufschlagen", sagt er. Fünf Gendarme sollen das Gebiet auch über Nacht sichern. Bis die gesamte ausgedehnte Absturzstelle durchkämmt sei, werde es "mindestens eine Woche" dauern.

Nach Angaben des Chef-Mediziners der Region Alpes-de-Haute-Provence, Frédéric Petitjean, hat das Absturzgebiet eine Größe von fast vier Hektar, mit Höhenunterschieden von 150 bis 200 Metern auf einer Länge von 500 bis 600 Metern. "Das ist ein besonders schwer zugängliches Gebiet, sehr uneben", sagt Petitjean. Es gebe ausgewaschene Sandböden und instabile Stellen sowie Steigungen von 60 bis 70 Prozent. "Das Personal ist dort ganz klar in Gefahr."

+++ 22.55 Uhr: Piloten könnten handlungsunfähig gewesen sein +++

Die Piloten der abgestürzten Germanwings-Maschine waren nach Ansicht des Flugexperten Niki Lauda möglicherweise handlungsunfähig. "Acht Minuten sind in so einem Zustand irrsinnig lang. Deswegen wundert es mich, dass keiner der Piloten mit der Flugkontrolle geredet hat", sagt der ehemalige Airline-Chef in der ORF-Nachrichtensendung "Zib2".

"Das ist die große Frage: Warum die Piloten nicht mehr in der Lage waren, sich zu melden?", sagt Lauda, der selber erfahrener Pilot ist. Die beiden Piloten seien offenkundig von einem Problem überrascht worden, das sie handlungsunfähig gemacht habe.

+++ 22.41 Uhr: "Keine technischen Probleme am Airbus +++

"Das Flugzeug war in hervorragendem technischem Zustand", sagt Thomas Winkelmann, Chef der Lufthansa-Tochter Germanwings im "heute journal". Er wisse nichts von technischen Problemen an der Unglücksmaschine. Ihm zufolge sei der Airbus in den vergangenen beiden Nächten von den Technikern der Lufthansa wie üblich gewartet worden. Dabei seien keine Mängel gefunden worden.

+++ 22.26 Uhr: Wetter erschwert Bergungsarbeiten +++

Schlechtes Wetter könnte die Bergungsarbeiten an der schwer zugänglichen Absturzstelle des Airbus A320 in den französischen Alpen weiter erschweren. Der Wetterdienst Météo France rechnet für die Nacht mit gelegentlichem Regen und einer Temperatur um die 4 Grad Celsius im nahe gelegenen Ort Prads-Haute-Bléone. Der Dienst La Chaine Météo erwartet sogar etwas Schnee. Auch am Mittwoch soll es hin und wieder regnen.

+++ 21.56 Uhr: Schwedische Fußballer entgehen Tod +++

Eine spontane Änderung ihrer Reisepläne hat schwedischen Fußballern das Leben gerettet: Die Mannschaft des Drittligisten Dalkurd FF aus Borlänge war auf den Germanwings-Flug gebucht. Kurz vor dem Abflug der Maschine entschieden die Kicker aber, dass ihnen der Aufenthalt in Düsseldorf zu lange dauere. Sie änderten ihre Reisepläne und stiegen schließlich in Flugzeuge, die über Zürich und München nach Schweden flogen.

"Wir hätten eigentlich an Bord dieses Flugzeugs sein sollen", sagt Sportdirektor Adil Kizil der Zeitung "Aftonbladet" mit Blick auf den verunglückten Airbus A320. "Es gab vier Flugzeuge, die etwa zur gleichen Zeit abhoben und nördlich die Alpen überquerten. In drei von ihnen saßen Spieler von uns. Man kann sagen, dass wir sehr, sehr viel Glück hatten."

+++ 21.28 Uhr: Kampfflugzeug suchte noch nach dem Airbus +++

Ein französisches Mirage-2000-Kampfflugzeug hat laut Medienberichten noch nach dem abgestürzten Airbus A320 gesucht, als der Kontakt mit der Germanwings-Maschine abgebrochen war. Das Militärflugzeug sei dem Reglement entsprechend in Orange aufgestiegen, berichtet der Sender BFMTV. Die Mirage 2000 habe aber keine Spur des gesuchten Flugzeugs gefunden.

+++ 20.56 Uhr: Auch Opernsängerin unter den Opfern +++

Auch die deutsche Opernsängerin Maria Radner befindet sich unter den Opfern. Nach Informationen der Zeitung "Daily Mirror" war sie gemeinsam mit Ehemann und Baby an Bord des Unglücks-Fliegers. Die Familie war auf dem Rückflug aus Barcelona, wo sie zuvor eine Aufführung hatte. Zuvor wurde bekannt, dass der Sänger der Deutschen Oper am Rhein, Oleg Bryjak, sich ebenfalls unter den Opfern befindet.

+++ 20.43 Uhr: "Nur pulverisierte Bruchstücke" am Absturzort +++

"Angesichts dessen, was wir gesehen haben, wäre es ein Wunder, wenn das jemand überlebt hat", sagt Pierre-Henry Brandet, Sprecher des französischen Innenministeriums, der die Absturzstelle überflogen hat. "Es bestehen nur geringe Chancen, Überlebende zu finden", fügt er hinzu. "Das Bild, das sich mir eingeprägt hat, zeigt nur pulverisierte Bruchstücke, die über die Felswand verteilt sind"

+++ 20.27 Uhr: Polizei prüft Videos vom Einstieg der Passagiere +++

Die spanische Polizei beginnt in Barcelona mit der Überprüfung der Videoaufzeichnungen vom Einstieg der Passagiere in die Unglücksmaschine von Germanwings. Dies gehöre zu den Ermittlungen im Zusammenhang mit der Katastrophe, verlautet aus Polizeikreisen. Die Überprüfung der Aufzeichnungen der Sicherheitskameras solle dazu beitragen, möglichst viele Details zu beschaffen, die Klarheit über das Unglück bringen könnten.

+++ 20.16 Uhr: Flüge in Tegel und Leipzig/Halle gestrichen +++

Nach dem Absturz einer Germanwings-Maschine in Frankreich werden zahlreiche Flüge der Airline gestrichen. Am Flughafen Tegel fallen etwa Abflüge nach Nürnberg, Köln/Bonn, London, Düsseldorf, Kopenhagen und Stuttgart aus - sowie Flüge aus Köln/Bonn und Düsseldorf. Das geht aus der Flugtabelle im Internet hervor. In Leipzig/Halle wurden Flüge aus Köln/Bonn und Stuttgart gecancelt, wie Flughafensprecher Uwe Schuhart sagt. "Warum, weiß ich nicht", sagt er weiter. Auch Germanwings aüßert sich dazu noch nicht.

+++ 20.14 Uhr: 150 Angehörige von Absturzopfern in Barcelona betreut +++

Nach dem Absturz der Germanwings-Maschine wetden auf dem Flughafen in Barcelona etwa 150 Angehörige betreut. Die Flughafenverwaltung hat eigens einen Saal bereitgestellt, in dem Experten sich um die Verwandten kümmern konnten. Wie aus Behördenkreisen verlautet, haben viele Angehörige sich zum Flughafen begeben, um Informationen aus erster Hand über die Katastrophe zu erhalten. Nach Angaben der spanischen Regierung standen auf der Passagierliste des Unglücksflugs 45 spanische Nachnamen. Die katalanische Regionalregierung kündigt an, es würden Busse bereitgestellt, mit denen die Angehörigen in das Unglücksgebiet gebracht werden könnten.

+++ 20.03 Uhr: Helikopter stellen Suche ein +++

Die von Frankreich eingesetzten zehn Helikopter stellen die Suche am Absturzort der Germanwings-Maschine nach Einbruch der Dunkelheit für die Nacht ein. Sie sollen nach Sonnenaufgang ihre Flüge wieder aufnehmen, teilen die Behörden mit. In dem äußerst schwer zugänglichen Absturzgebiet in den Alpen hätten Helikopter zuvor noch fünf Gendarmen für die Nacht abgesetzt, sagt ein Gendarmerie-Oberstleutnant.

+++ 20.01 Uhr: Offenbar technische Probleme am Montag +++

Die verunglückte Maschine soll am Montag mehrere Stunden im sogenannten AOG-Modus ("Aircraft on Ground") in Düsseldorf am Boden gestanden haben. Es habe technische Probleme mit der "Nose Landing Door" gegeben. Laut "Spiegel Online" hat die Lufthansa diese Informationen bestätigt. Die "Nose Landing Door" ist eine Klappe am Rumpf des Flugzeugs. Sie wird geöffnet und geschlossen, wenn das Bugrad aus- und eingefahren wird. "Dieses Problem war aber vollständig behoben worden, so dass das Flugzeug seit 10 Uhr gestern Vormittag wieder im regulären Flugdienst unterwegs war", sagt ein Lufthansa-Sprecher.

+++ 19.55 Uhr: Passagierliste noch nicht bestätigt +++

Laut der Lufthansa kann die Passagierliste bislang nicht bestätigt werden, da nicht alle Passagiere direkt über Germanwings gebucht haben.

+++ 19.53 Uhr: Neue Bilder von der Absturzstelle +++

Ein französischer Journalist twittert neue Aufnahmen von der Absturzstelle.

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+++ 19.43 Uhr: Steinmeier überfliegt die Absturzstelle +++

Frank-Walter Steinmeier zeigt sich nach einem Flug über den Absturzort der Germanwings-Maschine in Frankreich entsetzt: "Vor Ort zeigt sich ein Bild des Grauens", sagt er. "Die Trauer der Familien und Angehörigen ist unermesslich. Wir müssen Ihnen jetzt gemeinsam beistehen. Wir sind alle in großer Trauer vereint." Steinmeier wurde am Unglücksort von französischen Sicherheitskräften gebrieft. "Ich danke im Namen der Bundesregierung dem französischen Innenminister, der Transportministerin Royal und allen französischen Einsatzkräften für ihren beispielhaften Einsatz", sagt er.

+++ 19.36 Uhr: Zeuge beobachtet Sinkflug +++

Ein Sägewerk-Besitzer aus Prads (Haute-Bléone) berichtet, er habe das Germanwings-Flugzeug kurz vor dem Absturz beobachtet. "Ich habe nicht viel gesehen, vielleicht für 2, 3 Sekunden. Das Flugzeug flog sehr niedrig, vielleicht 1500-2000 Meter. Ich dachte mir noch: 'Es wird es nicht über die Berge schaffen.' Aber ich habe keinen Krach gehört", sagt der Zeuge gegenüber der Zeitung "La Provence".

+++ 19.23 Uhr: Lufthansa geht von einem Unglück aus +++

Die Lufthansa geht nach eigenen Angaben bislang davon aus, dass es sich bei dem Absturz um ein Unglück handelt. Jede andere Theorie wäre Spekulation, sagt die Lufthansa-Managerin Heike Birlenbach in Barcelona.

+++ 19.15 Uhr: Drei Tage Staatstrauer in Spanien +++

Spanien kündigt eine dreitägige Staatstrauer an. Sie soll ab heute Mitternacht gelten. "Außerdem wird es morgen Mittag eine Schweigeminute in öffentlichen Einrichtungen geben", sagt die spanische Politikerin Soraya Saenz de Santamaria.

Auch in Deutschland wehen die Flaggen auf Halbmast.

+++ 18.59 Uhr: Blackbox wird heute ausgewertet +++

Die Identifizierung der Opfer und die Rückführung der Leichen soll morgen beginnen, kündigt Oberstleutnant Menichini. Das berichtet das französische Fernsehen. Die Auswertung des Flugschreibers, der geborgen werden konnte, beginnt hingegen noch heute: "Diese Blackbox wird in den kommenden Stunden ausgewertet werden, sie wird die Ermittlungen voranbringen", sagt Frankreichs Innenminister Bernard Cazeneuve.

+++ 18.38 Uhr: Düsseldorfer Opernsänger unter den Opfern +++

Wie die Deutsche Oper am Rhein mitteilt, befindet sich der Bassbariton Oleg Bryjak, 54, unter den Opfern. Bryjak war auf dem Rückflug von einem Gastspiel im Gran Teatre del Liceu in Barcelona, wo er den Alberich in Richard Wagners "Siegfried" sang.

+++ 18.29 Uhr: Merkel und Rajoy reisen zur Absturzstelle +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich erschüttert und kündigt an, am Mittwoch zur Absturzstelle zu reisen. Auch die spanische Ministerpräsidentin Mariano Rajoy wird am Vormittag von Frankreichs Präsident François Hollande empfangen.

+++ 18.04 Uhr: Frau bucht Flug um und entgeht Katastrophe +++

Eine deutsche Radioreporterin wollte sich länger Barcelona ansehen als geplant und buchte auf einen späteren Flieger um. So entging sie Flug 4U952 - und rettete ihr Leben. Die Geschichte dazu gibt's hier.

+++ 17.52 Uhr: Schneefall behindert Bergung +++

Das Wetter erschwert die Arbeit der Rettungstrupps. Nach Angaben von französischen Medien setzt Schneefall ein. In den kommenden Stunden soll sich die Wetterlage demnach weiter verschlechtern.

+++ 17.50 Uhr: Flugschreiber gefunden +++

Jetzt ist es offiziell: Die Suchtrupps haben einen der beiden Flugschreiber (Black Boxen) der Unglücks-Maschine geborgen. Das bestätigt das französische Innenministerium. Die Auswertung des Flugschreibers soll Aufschluss über die Absturzursache geben.

+++ 17.40 Uhr: Überflug der Unfallstelle verboten +++

Der Flugverkehr über der Absturzstelle der verunglückten Germanwings-Maschine in Südfrankreich ist nach Angaben der französischen Gendarmerie unterbrochen worden. Der Überflug im Bereich der Unglücksstelle an einem Bergmassiv sei per Anordnung des Präfekten verboten, teilt die Gendarmerie mit. Die Fläche erstrecke sich über mehrere Hektar. Man solle sich der Zone nicht nähern und die Straßen nicht verstopfen, heißt es in der Meldung außerdem.

+++ 17.35 Uhr: Angeblich Black Box gefunden +++

Offenbar haben die Suchtrupps eine der zwei Black-Boxen des Airbus A320 gefunden. Das berichtet die französische Zeitung "Le Monde" in ihrer Online-Ausgabe. Der Bürgermeister von Forcalquier, Christophe Castaner, soll das bestätigt haben.

Überall Trümmer am Berg verteilt: ein Bild der Unglücksstelle

Überall Trümmer am Berg verteilt: ein Bild der Unglücksstelle

+++ 17.20 Uhr: Spanische Kleinstadt trauert um Austauschschüler +++

In der spanischen Kleinstadt Llinars del Vallés breitet sich tiefe Trauer aus. Die Gemeinde in der Nähe von Barcelona hatte 16 deutsche Austauschschüler aus Haltern in Westfalen aufgenommen, die am Dienstag in der Unglücksmaschine aus Spanien nach Deutschland hatten zurückkehren wollen. "Die Familien der spanischen Schüler hatten ihre deutschen Gäste am Morgen zum Bahnhof gebracht", sagte der Sprecher der Stadtverwaltung, Josep Aixandri.

+++ 16.58 Uhr: "Absturzstelle ist der Horror"

Der Bürgermeister von Forcalquier, Christophe Castaner, ist mit Rettungskräften über die Absturzstelle geflogen. "Es ist der Horror", teilt er mit. Er twittert: "Bewegende Bilder in der Berglandschaft. Hier sind nur noch Körper und Trümmerteile übrig. Das Flugzeug ist komplett zerstört. Traurigkeit."

+++ Warum sank die Maschine so schnell? +++

Der Germanwings-Absturz über Frankreich wirft Fragen auf. Warum sackte der A320 so schnell ab? Wieso flog er über die Alpen? Die Kollegen haben einen Experten von der Lufthansa zum Unglück befragt. Den Text finden Sie hier.

+++ 16.41 Uhr: Flugzeug prallte möglicherweise gegen Felswand +++

Das in Südfrankreich verunglückte Germanwings-Flugzeug hat einem Augenzeugen zufolge möglicherweise eine Felswand getroffen. Ein Anwohner aus der Region Alpes-de-Haute-Provence habe die Trümmer von einem Gebirgspass aus gesehen, berichtete die Zeitung "La Provence". "Von da oben konnte ich die Trümmer sehen. Ich habe keinen Zweifel, dass das Flugzeug gegen die Felswand geprallt ist", zitiert die Zeitung den Einwohner.

+++ 16.20 Uhr: Bestätigt: 16 Schüler in Maschine +++

Beim Absturz der Germanwings-Maschine in Frankreich sind auch 16 Schüler und zwei Lehrer aus Haltern verunglückt. "Wir wissen, dass die Schülergruppe an Bord der Maschine gegangen ist", teilt Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne) mit.

Fußball-Weltmeister Benedikt Höwedes stammt aus Haltern und schickt via Twitter eine Botschaft an seine Heimatstadt.

+++ 16.10 Uhr: Gibt es doch Überlebende? +++

Nach Berichten des Generals David Galtier und France Info, könnte es möglicherweise doch Überlebende geben. Der General ließ dies in einer Mitteilung anklingen: "Unser Fokus liegt darauf, die möglichen Überlebenden aufzuspüren und zu retten. Man könnte einen Körper gesichtet haben, der sich bewegt", sagte er.

Wichtiger Hinweis:

In einer ersten Version hieß es an dieser Stelle: "Man hat einen Körper gesichtet, der sich bewegt." Die Übersetzung war nicht korrekt. Wir bitten um Entschuldigung.

+++ 15.55 Uhr: Gauck bricht Südamerika-Reise ab +++

Bundespräsident Joachim Gauck bricht seine Südamerika-Reise wegen des Flugzeugabsturzes in Südfrankreich ab. Der ab Mittwoch im Rahmen der Reise geplante Staatsbesuch in Uruguay finde nicht statt, teilt eine Sprecherin des Präsidialamtes mit.

+++ 15.50 Uhr: Airbus reagiert auf Absturz +++

Der Flugzeughersteller Airbus hat sich in einem Statement auf seiner Unternehmensseite zum Unglück geäußert: "Airbus bedauert, bestätigen zu müssen, dass ein A320 in einen Absturz verwickelt worden ist. Bisher haben wir noch keine weiteren Informationen zur Absturzursache. Die Gedanken aller Airbus-Mitarbeiter sind bei den Angehörigen und Freunden des Fluges 4U0525."

+++ 15.45 Uhr: Rettungsaktion dauert an +++

Anwohner berichten, dass das Tal, in dem das Flugzeug abgestürzt ist, von sehr steilen Hängen gesäumt ist. Das macht die Bergungsaktion umständlich.

+++ 15.35 Uhr: Piloten setzten keinen Notruf ab +++

Weil es darum Verwirrung gibt nochmal: Die Piloten des Fluges 4U 9592 haben vor dem Absturz keinen Notruf abgesetzt. Der französische Verkehrsminister Alain Vidalies hatte am Morgen mitgeteilt, die Piloten hätten sich gemeldet. Die Flugbehörde Direction génerale de L'aviation civile hat das nun dementiert.

+++ 15.19 Uhr: Polizei bestätigt: Keine Überlebenden +++

Nach Angaben der französischen Polizei hat es bei dem Absturz keine Überlebenden gegeben. Die Bergung der Leichen aus unwegsamen Gelände werde Tage dauern.

+++ 15.16 Uhr: Unglücksmaschine erst gestern gecheckt +++

Der Airbus 320, der in Südfrankreich abgestürzt ist, wurde erst gestern in Düsseldorf routinemäßig gecheckt. Der letzte große Check wurde laut Germanwings im Sommer 2013 durchgeführt. Die Maschine war seit 1991 für Lufthansa und Germanwings im Einsatz. Ebenso war der Kapitän für beide Airlines im Einsatz; auf dem Airbus 320 hatte er rund 6000 Flugstunden absolviert.

+++ 15.14 Uhr: Zahl der deutschen Opfer bei 67 +++

Germanwings gibt die Zahl der deutschen Opfer mit 67 an. Dies seien derzeitige Erkenntnisse, Abweichungen seien noch möglich. Passagierlisten werden nicht veröffentlicht ehe die Angehörigen informiert sind.

+++ 15.12 Uhr: Kontakt um 10.53 Uhr abgebrochen +++

Vom französischen Radar ist die Maschine laut Germanwings um 10.53 Uhr verschwunden. Zu diesem Zeitpunkt habe sie sich in einer Höhe von 6000 Fuß befunden. Danach sei der Airbus verunglückt.

+++ 15.09 Uhr: Acht Minuten Sinkflug +++

Nach Darstellung von Germanwings erreichte die Unglücksmaschine um 10.45 Uhr die Reisehöhe von 38.000 Fuss. Nach einer Minute habe der Airbus diese Höhe wieder verlassen und sei in einen acht Minuten andauernden Sinkflug eingetreten.

+++ 15.05 Uhr: Unter den Opfern sind zwei Babys +++

Nach Angaben von Germanwings befinden sich unter den 150 Opfern des Absturzes von Flug 4U 9592 auch zwei Babys. Dies hat die Airline während einer Pressekonferenz bekanntgegeben.

+++ 14.57 Uhr: 16 Schüler und zwei Lehrer +++

Die Schülergruppe aus Haltern soll aus 16 Austausch-Schülern und zwei Lehrern bestanden haben. Die Schule wollte dem stern die Angaben nicht bestätigen oder dementieren.

Die französische Nachrichtenagentur AFP berichtet, Flug 4U 9592 habe vor dem Absturz keinen Notruf abgesetzt. Die Agentur beruft sich auf die Flugbehörde Direction génerale de L'aviation civile.

+++ 14.51 Uhr: Augenzeuge berichtet von tief fliegendem Flugzeug +++

Der Besitzer eines Sägewerks in der Nähe der Unglücksstelle, Sebatien Giroud, beobachtete einen tieffliegendes Flugzeug in der Nähe seines Betriebs. Er berichtete der Zeitung "La Provence" : "Ich habe nicht viel gesehen, habe die Maschine vielleicht zwei, drei Sekunden im Blick gehabt. Das Flugzeug ist sehr tief geflogen, vielleicht 1500, 2000 Meter. Das hat mich überrascht, ich habe mir gedacht: 'Der Flieger wird es nicht über die Berge schaffen.' Einen besonderen Lärm habe ich allerdings danach nicht gehört."

+++ 14.43 Uhr: Austausch-Schüler aus Haltern an Bord +++

An der Bord der Unglücksmaschine waren mit hoher Wahrscheinlichkeit Schüler des Joseph-König-Gymnasiums im westfälischen Haltern. "Wir müssen davon ausgehen", sagte ein Stadtsprecher. Es fehle aber noch die Bestätigung. Die Schüler waren zu einem Austausch in der Nähe von Barcelona gewesen.

+++ 14.33 Uhr: Statement der Kanzlerin +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich in Berlin. Sie spricht von einem Schock, der Deutsche, Franzosen und Spanier in tiefe Trauer stürzt. Jede Spekulation über die Absturzursache verbiete sich derzeit. Die ganze Bundesregierung drücke ihre Anteilnahme aus, die Familien der Opfer erlebten derzeit "unermessliches Leid". Es werde alles daran gesetzt, sie alle erdenkliche Hilfe erhalten. Sie selbst werde sich morgen in der Absturzregion ein Bild machen. Außenminister Steinmeier und Verkehrsminister Dobrindt werden noch heute nach Südfrankreich aufbrechen.

+++ 14.28 Uhr: Rettungskräfte in der Nähe des Absturzortes +++

Die Einsatzkräfte haben sich so nahe wie möglich an der Absturzstelle gesammelt. Das Wrack des A 320 soll mit schwerem Gerät direkt nicht zugänglich sein. Die Wetterbedingungen werden mit "nicht besonders schlecht" beschrieben.

+++ 14.16 Uhr: 3D-Bild zeigt Absturz-Bahn +++

Ein 3D-Bild der US-Web-Site "Flight Aware", das auf der Auswertung vorliegender Daten beruht, zeigt die Absturz-Bahn von Flug 4U 9592.

+++ 14.12 Uhr: Auch Germanwings richtet Hotline ein +++

Germanwings hat eine Hotline zum Absturz von Flug U4 9592 in den südfranzösischen Alpen eingerichtet. Die Nummer lautet: 0800 1133 5577

+++ 14.08 Uhr: Blick auf Absturz-Region +++

Ein Foto aus einem Helikopter zeigt die Region in den französischen Alpen, in denen Flug U4 9592 abgestürzt ist. Bilder von der genauen Absturzstelle sind bisher nicht bekannt. Ein kursierendes Bild von Trümmern in einer Bergregion stellte sich als falsch heraus.

+++ 13.57 Uhr: Erster Totalverlust für Germanwings +++

Der Absturz in Südfrankreich ist der erste Totalverlust, den Germanwings zu beklagen hat. Die Lufthansa-Tochter war in den vergangenen Jahren allenfalls von kleineren Zwischenfällen betroffen - in beiden Fällen wegen eines ungewöhnlichen Geruchs in Cockpit und Kabine. Die Piloten konnten die Maschinen sicher landen, niemand kam zu schaden.

+++ 13.50 Uhr: Trümmer über Kilometer verstreut +++

Trümmerteile der Unglücksmaschine sind nach Angaben von Helfern vor Ort über mehrere Kilometer verteilt. Die Absturzstelle in den französischen Alpen ist mit Fahrzeugen nicht zu erreichen, was die Bergungsarbeiten behindert.

+++ 13.44 Uhr: Germanwings hat Logo geändert +++

Als Zeichen der Trauer hat Germanwings dem Firmenlogo auf dem eigenen Facebook-Auftritt auf schwarz-weiß geändert.

+++ 13.36 Uhr: Merkel tief erschüttert +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich über den Absturz tief erschüttert gezeigt. Alle Termine wurden abgesagt; die Regierungschefin hält sich über die Entwicklung auf dem Laufenden. Es hat auch Kontakt mit Frankreichs Präsident Francois Hollande und Spaniens Ministerpräsident Mariano Rajoy gegeben. Außenminister Frank-Walter Steinmeier betont, die Regierung stehe "in diesen schweren Stunden an der Seite der Familien". Ein Krisenstab ist in Berlin eingerichtet worden.

+++ 13.27 Uhr: Offizielles Update von Germanwings +++

+++ 13.27 Uhr: Pressekonferenz für 15 Uhr angekündigt +++

Germanwings will weitere Einzelheiten und neue Erkenntnisse zum Absturz von Flug 4U 9295 auf einer Pressekonferenz um 15 Uhr bekannt geben.

+++ 13.21 Uhr: Germanwings sichert unbürokratische Hilfe zu +++

Germanwings hat sich zum Absturz ihrer Maschine geäußert und den Absturz bestätigt. 144 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder seien an Bord gewesen. Es sei nicht bekannt, ob oder wieviele Überlebende es gebe. Die Airline drückte den Angehörigen ihr Mitgefühl aus. Erkenntnisse über den genauen Ablauf des Unglücks gebe es noch nicht. Die Airline sichert den Hinterbliebenen unbürokratische Hilfe zu; man werde tun, was immer möglich ist. "Das Geschehene tut uns unendlich leid", so Oliver Wagner, Geschäftsführer von Germanwings.

+++ 13.16 Uhr: Merkel sagt alle Termine ab +++

Bundeskanzlerin Angela Merkel telefonierte nach Angaben des Regierungssprechers sowohl mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande als auch mit dem spanischen Regierungschef Mariano Rajoy. Die Kanzlerin habe alle Termine abgesagt. Sie werde sich am Nachmittag öffentlich äußern. Zuvor hatte bereits das französische Präsidialamt bekannt gegeben, dass Hollande der Kanzlerin seine Anteilnahme versichert habe.

+++ 13.14 Uhr: Flug verlor rapide an Höhe +++

Unmittelbar vor dem Absturz verlor der Airbus von Germanwings stark an Höhe. Das legen Flugdaten nahe, die von am Boden stationierten Empfängern aufgezeichnet wurden. Demnach sank die Maschine innerhalb von rund acht Minuten stark, aber kontinuierlich, von Reiseflughöhe auf 38.000 Fuß (11.580 Meter) bis auf 6.800 Fuß (2073 Meter). Die durchschnittliche Sinkrate von 3375 Fuß pro Minute ist dabei deutlich steiler als gewöhnlich, aber nicht außerhalb des Möglichen. Der Kurs blieb während des Sinkflugs nahezu unverändert. Sollten Sensoren der Maschine defekt gewesen sein, könnten allerdings auch diese vom Flugzeug gesendeten Daten nicht stimmen.

+++ 13.09 Uhr: Keine Häuser beschädigt +++

Laut Aussagen des Bürgermeister der Stadt Prads, wurden bei dem Absturz keine Häuser getroffen, berichtet die französische Zeitung "La Provence".

+++ 13.08 Uhr: Krisentelefon für Angehörige eingerichtet +++

Angehörige erreichen das Auswärtige Amt unter der Telefonnummer 030 5000 3000.

Auch der Flughafen Düsseldorf hat eine Hotline geschaltet: 0800 776 6350.

+++ 13.03 Uhr: Airlines äußern sich +++

Jetzt haben sich auf Twitter auch Lufthansa und Germanwings geäußert. Die Lufthansa-Tochter hat ihr Logo in Trauerfarben geändert.

+++ 13.02 Uhr: 45 Spanier an Bord +++

Nach Informationen des spanischen Vize-Ministerpräsidenten befanden sich vermutlich 45 Spanier an Bord der abgestürzten Germanwings-Maschine.

+++ 13 Uhr: Absturzstelle nur per Hubschrauber und zu Fuß erreichbar +++

Die Absturzstelle des Airbus A320 im Süden Frankreichs befindet sich in schwer zugänglichem Gebiet. Präsident François Hollande sagte in einer im Fernsehen übertragenen Erklärung, die Absturzstelle sei nur schwer zugänglich. Berichten zufolge handelt es sich um das Bergmassiv Les Trois Evêchés im Südosten Frankreichs. Die Stelle könne vermutlich nur mit Hubschraubern und zu Fuß erreicht werden, sagte ein Bergführer dem Sender BFMTV.

+++ 12.55 Uhr: Regierung: Keine Überlebenden bei Absturz +++

Beim Absturz des Airbus A320 sind alle Menschen an Bord ums Leben gekommen. "Es gibt keinen Überlebenden", sagte der für Verkehr zuständige Staatssekretär Alain Vidalies im nordfranzösischen Lille.

+++ 12.42 Uhr: Lage auf dem Flughafen Düsseldorf +++

Die Maschine hätte um 11.55 landen sollen, sagte der Fotograf Michael Poliza auf dem Flughafen Düsseldorf dem stern. Auf der Anzeigentafel am Airport sei nur noch die Flugnummer der Unglücksmaschine und der Abflugort zu lesen – ansonsten seien dort keine weiteren Informationen wie erwartete Ankunftszeit oder – Gate aufgeführt, wie es sonst üblich ist. Die Lage auf dem Airport in Düsseldorf sei ruhig, berichtete der Fotograf. Angehörige von Insassen der Unglücksmaschine seien sofort von Mitarbeitern des Flughafens in einen speziellen Raum geleitet worden, wo sie über das Flugzeugunglück benachrichtigt wurden. Auch Seelsorger sollen vor Ort sein.

Inzwischen seien vermutlich alle Angehörigen informiert worden, vermutet der Fotograf. Der Flughafen gehe augenscheinlich sehr respektvoll und diskret mit dem Unglück und dem Leid der Angehörigen um. Diese seien zum Glück keinem Presserummel ausgesetzt.

+++ 12.30 Uhr: Politiker bekunden Anteilnahme +++

Auf Twitter bekunden Politiker bereits ihre Anteilnahme.

++++ 12.09 Uhr: Hollande vermutet viele deutsche Opfer +++

Frankreichs Staatspräsident Francois Hollande spricht von einer bedeutenden Zahl deutscher Opfer. Ihm zufolge befanden sich 148 Menschen an der Bord der Airbus-Maschine.

+++ 12.15 Uhr: Unfallursache unklar, alte Maschine +++

Die Unfallursache ist derzeit noch vollkommen unklar. Es war eine der dienstältesten Maschinen in der Flotte von Germanwings.

+++ 12.01 Uhr: Absturzort in der Nähe von Barcelonnette +++

Der Absturzort liegt in der Nähe Barcelonnette im Département Alpes-de-Haute-Provence. Es sind bereits erste Trümmerteile gefunden worden. Die Gegend befindet sich rund 100 Kilometer nordwestlich von Nizza.

+++ Flightradar twittterte den letzten Flugort +++

Flightradar hat eine Karte des Fluges mit der Nummer 4U9525 getwittert. Darauf ist deutlich zu erkennen, dass die Maschine stark an Höhe verloren hat.

+++ 11.55 Uhr: Abgestürztes Flugzeug ist ein Germanwings-Airbus +++

Laut Polizei- und Luftfahrtvertretern handelt es sich um ein Flugzeug der Lufthansa-Tochter Germanwings. Die Maschine sei von Barcelona auf dem Weg nach Düsseldorf gewesen, hieß es.

+++ 11.33 Uhr: Airbus A320 in Südfrankreich abgestürzt +++

Ein Flugzeug des Typs Airbus A320 ist einem Zeitungsbericht zufolge in Südfrankreich abgestürzt. Dies meldet das Blatt "La Provence"

ivi/stb/Reuters/AFP/DPA / DPA / Reuters